Hanau

Warnung vor Armut

Zum Stichtag 30. Juni 2013 sind im Agenturbezirk Hanau 117 444 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen, 52 770 davon waren Frauen.

Auf dem Papier haben Männer und Frauen gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch wie stellt sich die Situation in der Realität dar? Christine Hechler, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Arbeitsagentur Hanau, informiert seit 2009 jährlich darüber.

So waren zum Stichtag am 30. Juni 2013 im Agenturbezirk Hanau 117 444 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 52 770 davon Frauen. Im Zehn-Jahres-Vergleich zeigt sich, dass die Gesamtzahl der Beschäftigten im Gegensatz zum Jahre 2003 um 4,8 Prozent gestiegen ist.

Fast jede zweite Frau in Teilzeitbeschäftigung

Die Zahl der beschäftigten Männer liegt dabei um 1730 Personen(2,8 Prozent) und die der Frauen um 3661 Personen (7,5 Prozent) höher als vor zehn Jahren. Hechler erklärt diesen Anstieg damit, dass mehr Frauen in Teilzeit beschäftigt seien. Fast jede zweite Frau arbeitete 2013 in Teilzeitbeschäftigung, nämlich 25 491 Frauen. Gleichzeitig sei auch die Zahl der geringfügig Beschäftigten gesunken.

Allerdings sind die Personen, die neben dem Mini-Job keine weiteren Erwerbseinkünfte haben, zu 71,6 Prozent weiblich. „Eine eigenständige Altersvorsorge können diese Frauen nicht aufbauen“, sagt Hechler, „trotz eines arbeitsreichen Lebens droht dann die Altersarmut.“ (som)

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