Main-Kinzig

IHK warnt vor Standortnachteil

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Immer mehr Kommunen im Main-Kinzig-Kreis erhöhen ihre Grund- und Gewerbesteuern. Die IHK warnt aus diesem Grund vor einem Standortnachteil.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern warnt davor, dass es sich nachteilig auf den Standort auswirken könne, wenn immer mehr Kommunen im Main-Kinzig-Kreis ihre Grund- und Gewerbesteuer erhöhten.

Die Kommunen bräuchten dringend Geld. Mit Birstein, Brachttal, Flörsbachtal, Freigericht, Hammersbach, Linsengericht, Schlüchtern und Steinau hätten jüngst acht von 29 Städten und Gemeinden im Kreis ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht. Und die Grundsteuer B, die auf nicht land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke erhoben wird, erhöhten sogar 18 Kommunen. Mit den Mehreinnahmen wollten sie ihre Haushalte sanieren und ihre vom Gesetzgeber auferlegten Pflichten erfüllen. Nur wenn der Kreis stark im Wettbewerb sei, könnten die 121 736 hier sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stand Juni 2014) auf sichere Arbeitsplätze hoffen, so die IHK.

Zudem gebe es auch immer mehr Jobs: Mitte 2013 zählte man noch 118 923 Beschäftigte, somit seien binnen eines Jahres 2813 Arbeitsplätze entstanden. Das zeige, dass für Investoren nicht nur die Höhe der Steuersätze ins Gewicht falle, sondern dass sie viele weitere Standortfaktoren berücksichtigten.

Viele relevante Fakten zu den kommunalen Hebesätzen, zum Arbeitsmarkt, zur Bevölkerungsentwicklung, den Pendlern, über den Tourismus, die Kaufkraft und die einzelnen Wirtschaftszweige im Kreis listet das aktualisierte Faltblatt „IHK-Bezirk in Zahlen“ auf.

Die Zusammenstellung kann bei Cornelia Griebel von der IHK bestellt werden, Telefon 06181/92908711 oder per Mail an c.griebel@hanau.ihk.de.

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