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Waffeln backen und Konzerte organisieren

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Zelte für beim schweren Erdbeben auf Haiti obdachlos gewordene Menschen. Hilfe ist nach wie vor vonnöten - und wird es noch für viele Jahre sein. Die sechs Abschlussklassen der Fachoberschule an den Kaufmännischen Schulen in Hanau haben nun ihren Teil zu dieser Hilfe beigetragen, so wie schon viele andere Hanauer Schulen zuvor.
Zelte für beim schweren Erdbeben auf Haiti obdachlos gewordene Menschen. Hilfe ist nach wie vor vonnöten - und wird es noch für viele Jahre sein. Die sechs Abschlussklassen der Fachoberschule an den Kaufmännischen Schulen in Hanau haben nun ihren Teil zu dieser Hilfe beigetragen, so wie schon viele andere Hanauer Schulen zuvor. © dpa

Zwölftklässler der Kaufmännischen Schulen in Hanau haben fast 5000 Euro für Unicef gesammelt. Das Geld kommt den Erdbebenopfern auf Haiti zugute.

Von Andreas Zitzmann

Das schwere Erdbeben auf Haiti am 12. Januar ist aus den Medien fast verschwunden. Hilfe ist aber nach wie vor vonnöten - und wird es noch für viele Jahre sein. Die sechs Abschlussklassen der Fachoberschule an den Kaufmännischen Schulen in Hanau haben nun ihren Teil zu dieser Hilfe beigetragen, so wie schon viele andere Hanauer Schulen zuvor.

Jatzt haben sie einen überdimensionierten Scheck über 4800 Euro an den Deutschland-Vorsitzenden des Kinderhilfswerks Unicef, Jürgen Heraeus übergeben - Ergebnis einer ebenso kurzfristigen wie erfolgreichen Aktion in den vergangenen sechs Wochen.

Als Anfang Februar Projektarbeit auf dem Programm, hatten die drei 18 Jahre alten Schülerinnen Jasmina Ahmetspahic, Eva-Marie Arnold und Saskia Kirschner die Idee, ein Hilfsprojekt für die karibische Insel zu starten. Daraus wurden mehr als 30 Projekte, für die sich insgesamt 150 Schülerinnen und Schüler engagierten - und auch Zeit dafür fanden, obwohl in wenigen Wochen ihre Abschlussprüfung zur Fachhochschulreife beginnt.

"Ihr habt uns schwer beeindruckt", sagte Studienrätin Franziska Grimm bei der Abschlussveranstaltung. Zu Recht: Die jungen Leute hatten sich viel einfallen lassen. Die einen sammelten Leergut, die anderen schrieben Familie und Freunde an, wieder andere backten und kochten, Konzerte wurden auf die Schnelle organisiert, Sammeldosen aufgestellt, Kartrennen veranstaltet - die Liste ist lang.

Den dicksten Batzen brachte ein Unterhaltungsnachmittag mit Tanzgruppen und Tombola: 750 Euro. Jasmina Ahmetspahic: "Wir haben gelernt, dass auch wir etwas bewegen können", obwohl das nicht immer einfach war. Saskia Kirschner sagt: "Manchmal sah es richtig mies aus" - denn so wirklich gerne, wie immer wieder behauptet wird, spenden die Menschen nicht. Wie wichtig auch eine vermeintlich kleine Summe wie 4800 Euro ist, verdeutlichte Sigrid Mosbach von Unicef Frankfurt: "Für 40 Euro kann bereits Schulmaterial für acht Kinder gekauft werden."

Dass der Unicef-Vorsitzende Jürgen Heraeus selbst den Scheck entgegennahm, hat die Schülerinnen und Schüler sichtlich gefreut. Studienrätin Grimm: "Ich habe einfach in seinem Büro angerufen und gefragt."

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Hanauer Konzerns betonte in seiner kurzen Dankesrede, dass die Lage in Haiti immer noch sehr schlimm sei. "Ihr Geld wird mit Sicherheit ganz hervorragend verwendet. Mit 4800 Euro kann man in Haiti viel mehr machen als in Deutschland." Der Durchschnittsverdienst in dem Land beträgt einen Euro pro Tag.

Für Schulleiter Manfred Matzner hat die Hilfsaktion naturgemäß auch pädagogischen Wert: "Die Schüler haben soziale Verantwortung gelernt und gleichzeitig theoretisches Wissen aus dem Unterricht in die Praxis übertragen können."

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