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Antirassistische Demonstration wenige Tage nach der Tat im Juli 2019 in Wächtersbach.
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Antirassistische Demonstration wenige Tage nach der Tat im Juli 2019 in Wächtersbach.

Rechtsextremismus

Wächtersbach: Sternfahrt gegen rechten Terror

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Vor zwei Jahren schoss ein Rassist im hessischen Wächtersbach einen Flüchtling aus Eritrea nieder. Das „Integrationsbündnis 22. Juli“ erinnert an den Anschlag.

Sie wollen verhindern, dass der Anschlag in Vergessenheit gerät. Und sie wollen sich deutlich gegen Rassismus und rechte Gewalt positionieren. Für den morgigen Samstag, 24. Juli, ruft das zivilgesellschaftliche „Integrationsbündnis 22. Juli“ alle Bürger zu einer Fahrradsternfahrt nach Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis) auf. In mehreren Orten in der Umgebung, etwa in Gelnhausen und Büdingen, gibt es Treffpunkte für die gemeinsame Anreise mit dem Rad. Ab 11 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Messegelände in Wächtersbach geplant, bei der unter anderem Bürgermeister Andreas Weiher (SPD), die Landtagsabgeordneten Michael Reul (CDU) und Heinz Lotz (SPD) sowie Politiker:innen von Grünen, FDP und Linkspartei sprechen sollen.

Treffpunkte

Weitere Informationen und alle Treffpunkte unter www.integrationsbündnis.de

Anlass für die Sternfahrt und die Kundgebung ist der rassistisch motivierte Anschlag, der sich am gestrigen Donnerstag vor genau zwei Jahren ereignet hatte. Am 22. Juli 2019 hatte ein 55-Jähriger aus Biebergemünd aus seinem Auto heraus mehrfach auf den damals 26 Jahre alten eritreischen Flüchtling Bilal M. geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt. Nach dem Anschlag nahm der Täter sich das Leben. Die Ermittler teilten kurz nach der Tat mit, sie gingen von einem „frustrierten, isolierten Einzeltäter“ aus, der aus Fremdenhass gehandelt habe.

Das „Integrationsbündnis 22. Juli“ habe sich im Mai aus Einzelpersonen aus Wächtersbach und Biebergemünd gegründet, sagt Jutta Sextro, eine der Initiator:innen, der Frankfurter Rundschau. Man wolle auch zwei Jahre nach der Tat nicht zur Tagesordnung übergehen und ein Zeichen dafür setzen, „dass die Opfer nicht vergessen werden und Hilfe bekommen – und dass solche Taten künftig verhindert werden“. Rechte Täter dächten aufgrund der rechten Hetze im Netz oder in Talkshows, sie handelten im Sinne der Mehrheit, so Sextro. Dabei sei die Mehrheit gegen rechte Gewalt – sie zeige das nur nicht deutlich genug.

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt teilte der FR auf Anfrage mit, die Ermittlungen in dem Fall dauerten weiter an. Bisher hätten sich keine Anhaltspunkte für weitere Tatbeteiligte ergeben, han

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