Hanau

St. Vinzenz-Krankenhaus baut neu

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Der alte Trakt mit OP-Sälen und Bettenstation soll ersetzt werden. Die Kosten betragen 35 Millionen Euro.

Das St. Vinzenz-Krankenhaus soll einen weiteren Neubau erhalten. Danach sollen die Gebäude entlang der Nussallee und an der Bleichstraße sowie das Haus mit dem Haupteingang abgerissen werden, um Platz für Neubauten zu schaffen. Die sollen wieder Platz für vier Operationssäle und 130 Betten bieten.

Geschäftsführer Michael Sammet erklärt auf Anfrage der Frankfurter Rundschau, dass es sich dabei um einen Ersatz, nicht um eine Erweiterung handelt. Das Hospital gehört zu den fünf Häusern der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Fulda, die nach eigenen Angaben als größter katholischer Krankenhausträger in Hessen gelten.

Im Frühjahr soll mit den Abrissarbeiten bei laufendem Betrieb begonnen werden. Für den ersten Bauabschnitt fällt die Bettenstation. Ein Ersatzquartier ist hierzu bereits im ehemaligen Personalheim geschaffen worden. Nachdem die neugebaute Bettenstation bezogen ist, soll die Bauphase für die OP-Säle anfangen, so Sammet. Außerdem wird in dem Neubau auch die Krankenhausküche untergebracht. Bei den Bauarbeiten soll größtmöglich auf Patienten und Besucher Rücksicht genommen werden, sagt Sammet. Bis 2017 werde das Projekt abgeschlossen sein.

Nach Information von Sammet sind die Altbauten von 1927 und den ersten Nachkriegsjahren „nicht mehr sanierungsfähig“. Auch entspreche die Raumaufteilung nicht aktuellen Standards. Das Haus verfüge noch über Zimmer mit mehr als drei Betten. Zudem würden heute an Operationsräume andere Ansprüche gestellt als noch vor Jahren.

Der Neubau sei Teil eines Modernisierungsprogramms am Standort Hanau, der seit 1887 besteht. Im Jahr 2009 ist dort ein neuer Trakt hochgezogen und das frühere Personalwohnheim zur medizinischen Nutzung umgebaut worden. Mehr als 21 Millionen Euro sind investiert worden.

Zuschuss vom Land

Diesmal werden die Baukosten deutlich höher ausfallen. Die Krankenhausleitung spricht von 35 Millionen Euro, davon soll das Land Hessen 20 Millionen Euro übernehmen. Der Zuschuss steht im hessischen Krankenhaus-Bauprogramm 2014. Das Geld soll es für die OP-Säle und die Bettenstation geben. Den Restbetrag in Höhe von 15 Millionen Euro will St. Vinzenz aus seinem Kapital und Krediten stemmen, sagt Sammet. Der Bewilligungsbescheid aus Wiesbaden wird noch in diesem Jahr erwartet, heißt es.

Das St. Vinzenz ist mit seinen etwa 500 Beschäftigten ein Haus der Regelversorgung, es verfügt über knapp 300 Betten. Laut Sammet werden im Jahr rund 13 000 Patienten stationär behandelt. Nach Angaben der Krankenhausleitung bilden Knie-, Hüft- und Viszeralchirurgie einen Schwerpunkt. Weitere große Abteilungen seien die Geriatrie und Geburtshilfe. Im vergangenen Jahr seien rund 1000 Kinder zur Welt gekommen, so Sammet.

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