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Viele Schlaglöcher bleiben

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Die Neuberger Bürgermeisterin Iris Schröder ist verärgert über den Zustand der Ortsdurchfahrt von Ravolzhausen. Die Straße sei von Schlaglöchern übersät, klagte sie und drohte, den Abschnitt zwischen Verkehrskreisel und Apotheke sperren zu lassen.
Die Neuberger Bürgermeisterin Iris Schröder ist verärgert über den Zustand der Ortsdurchfahrt von Ravolzhausen. Die Straße sei von Schlaglöchern übersät, klagte sie und drohte, den Abschnitt zwischen Verkehrskreisel und Apotheke sperren zu lassen. © Chris Hartung

Zwar stehen im Main--Kinzig-Kreis fast 17 Millionen Euro für Straßen-Reparaturen zur Verfügung - doch etliche Sanierungen werden wohl erst 2011 beginnen. Viele Bürgermeister sind sauer.

Von Jörg Andersson

Selbst das aufgestockte Straßenbaubudget vermag bei Weitem nicht alle Wünsche zu erfüllen. Knapp 17 Millionen Euro stünden im laufenden Jahr allein für Reparaturen und den Ausbau von Landesstraßen zur Verfügung, berichtete Amtsleiter Heiko Durth im Main-Kinzig-Forum und sah sich dennoch einigem Unmut ausgesetzt.

Kaum hatten er und seine Ingenieure aus dem Amt für Straßenbau- und Verkehrswesen (ASV) einen ersten Überblick über die nächsten Projekte geliefert, machten einige im Plenum ihrem Ärger Luft.

Der schon für 2009 avisierte Ausbau der Landesstraße nach Hammersbach sei nun "komplett verschwunden", bemerkte Ronneburgs Bürgermeister Heinz Habermann (SPD) und seine Neuberger Amtskollegin Iris Schröder schimpfte noch mehr.

"Wann wird endlich die Ortsdurchfahrt von Ravolzhausen erneuert?", fragte die SPD-Rathauschefin. Die Straße sei von Schlaglöchern übersät, klagte sie und drohte an, den Abschnitt zwischen Verkehrskreisel und Apotheke eventuell "sperren zu lassen". Die Antwort Durths, die Sanierung möglichst 2011 stemmen zu wollen, besänftigte Iris Schröder nur unzureichend.

Ausgebessert wird rasch

Dabei ist Neuberg ein Fixpunkt im Straßen- und Radwegebau 2010: Zusammen mit Erlensee-Langendiebach wird der Süden von Ravolzhausen in Zukunft über eine millionenschwere 3,6 Kilometer lange Ortsumgehung entlastet. Ähnlich wie bei der 1,4 Kilometer langen Ortsumgehung von Ronneburg-Hüttengesäß befinden sich die Projekte jedoch noch in einem Frühstadium. Terminiert ist nur der erste Spatenstich jeweils im Dezember.

Aktueller ist das Ausbesserungsprogramm auf vielen Straßen, mit dem ramponierte und durch den harten Winter weiter zerfurchte Straßenbeläge wiederhergestellt werden sollen. Zwanzig Millionen Euro hat Durths Amt mit Zuständigkeit für den Main-Kinzig-Kreis und die Wetterau zusätzlich aus dem Konjunkturprogramm erhalten.

"Nicht mehr ganz so viel wie 2009, aber deutlich mehr als im Landesdurchschnitt, wie der Leiter des ASV in Gelnhausen hinzufügte. Grundsätzlich bedeutet das für die meisten Straßen eine Deckenerneuerung, das Beseitigen punktueller Schadstellen, ohne dass deshalb die Fahrbahn komplett abgefräst und neu aufgetragen wird.

Über den Zustand der Straßen wird gleichwohl weiter trefflich gestritten. Biebergemünds neuer Bürgermeister Manfred Weber etwa bezeichnete die B276 zwischen Bieber und Flörsbachtal abschnittsweise als "eine der schlechtesten Straßen Deutschlands". Hintergrund: wegen der Ausbauplanungen im Bereich Flörsbacher Höhe wird die Straße nicht komplett saniert. Wann der Abschnitt ausgebaut wird, ist weiter offen, obgleich Durth im höchste Priorität attestierte.

Im östlichen Main-Kinzig-Kreis werden ab Mai die Landesstraßen von Burgjoß Richtung Aura, von Steinau-Bellings nach Niederzell sowie von Schlüchtern nach Wallroth erneuert. In Brachttal-Udenhain stehen ab September für circa 14 Monate 800 Meter Grunderneuerung auf dem Programm.

Großräumig zu umfahren ist laut dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen auch der Bereich Sinntal-Sterbfritz und Oberzell. Dort ist die L 2304 seit Sommer 2009 gesperrt und im Monat April auch die Abzweigung nach Gundhelm.

Das Straßenbauprogramm unter Regie des Kreises beginnt nach Angaben des Ersten Kreisbeigeordneten Günter Frenz (CDU) in wenigen Wochen mit der sogenannten Orstumgehung von Linsengericht-Altenhaßlau. Ab Mai soll östlich der Ortschaft eine neue Verbindungsstraße vom früheren Bayha´schen Hof zur Kreisstraße Richtung Eidengesäß trassiert werden. Inklusive zweier Kreisel soll das Projekt 3,5 Millionen Euro kosten, bei einer Bauzeit von einem Jahr.

In Nidderau-Eichen beginnt voraussichtlich im August der Neubau der Flutgrabenbrücke an der K 851. Kosten: 170.000 Euro.

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