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Hartz IV in Main-Kinzig

Viele Neuanträge Langzeitarbeitsloser

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Immer mehr Menschen im Main-Kinzig-Kreis benötigen Hartz IV-Leistungen. Das Center für Arbeit sieht dennoch Vermittlungserfolge.

In diesem Jahr sollen sieben Prozent mehr Hartz-IV-Bezieher in Arbeit oder Ausbildung gebracht werden, das kündigte jetzt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in einem Interview an, um so 900 Millionen Euro zu sparen. „Das ist eine gewagte Prognose“, teilt John Karsten Mewes, Pressesprecher des Main-Kinzig-Kreises, mit. Der Kreis zählt sich zu den ersten und erfahrensten Optionskommunen seit Einführung des Arbeitslosengeldes II.

Dass die Konjunktur nach dem Krisenjahr 2009 wieder angezogen hat, habe auch für das Kommunale Center für Arbeit (KCA) eine erfreuliche Wirkung gezeigt. Auch 2011 könne von einem „spürbaren Abbau“ der Zahl von Hartz-Empfängern ausgegangen werden, wenn die Gesamtwirtschaft den positiven Trend beibehalten kann, so Mewes.

Doch zu übertriebenem Optimismus gibt es beim KCA offenbar keinen Anlass. Die Zahl der vor allem wegen ihres Alters schwer zu vermittelnden Menschen steige in der Gesamtstatistik von knapp 7900 Langzeitarbeitslosen im Main-Kinzig-Kreis immer stärker, berichtet Mewes.

„Das Kommunale Center für Arbeit wird für diesen Personenkreis seine Vermittlungsbemühungen verstärken müssen“, sagt der Kreissprecher.

Rekord bei Neuanträgen

Das andere Problem ergibt sich mit den Zugängen. Hier muss der Kreis für 2010 den „Rekordwert“ von 7517 Neuanträgen melden, berichtet Landrat Erich Pipa (SPD). Mit 20 Prozent komme immer noch ein relativ hoher Anteil von der Agentur für Arbeit.

Die Betroffenen werden in der Regel nach einem Jahr Arbeitslosigkeit zu Hartz-IV-Beziehern und fallen damit in die Zuständigkeit der Vermittlungsstelle des Main-Kinzig-Kreises.

Laut Pipa kann das KCA bei der Vermittlung für 2010 einen Spitzenwert vorweisen. 3795 Personen fanden mit Hilfe des KCA den Weg in einen Beruf. Nach dem Jahr 2008 sei dies das beste Ergebnis seit Bestehen der kommunalen Hartz-IV-Betreuung 2005. Vor zwei Jahren gab es im Dezember 7218 registrierte Langzeitarbeitslose im Kreis. Pipa räumt jedoch ein, bis man wieder auf das Niveau von 2008 gelange, sei es noch ein weiter Weg.

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