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Sofie Kerkhoff, Solveig Gresselmeyer, Laura Nowosel und Bianca Arndt (von links).
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Sofie Kerkhoff, Solveig Gresselmeyer, Laura Nowosel und Bianca Arndt (von links).

SMS verrät, wann der Doktor Zeit hat

Vier HOLA-Schülerinnen entwickeln Geschäftsidee für Praxen, Ämter und Frisöre / Sieg bei Regionalentscheid

Von Anne Lorenc

Wartezeit beim Arzt oder im Friseursalon? Die lässt sich für Besseres nutzen, fanden vier Schülerinnen der Hohen Landesschule Hanau (Hola). Für das Schulprojekt business@school entwickelten sie ein Informationssystem, das Patienten und Kunden genau verrät, wann sie dran sind. Mit ihrer Geschäftsidee „Phonix“ gewannen sie den Regionalentscheid und fahren als erste Hola-Kandidatinnen zum Europafinale in München.

Die Zehntklässlerinnen Solveig Gresselmeyer (16), Bianca Arndt (15) und Sofie Kerkhoff (16) aus Nidderau sowie Laura Nowosel (16) aus Hanau haben sich in Wirtschaftswissenschaften eingetragen. Sie sind eines der Teams für das Projekt, das Fachbereichsleiter Stefan Prochnow an die Schule geholt hat. Es wird von der Boston Consulting Group und der Commerzbank mitgetragen, ihre Mitarbeiter fungieren als Berater.

Zunächst untersuchten die Schülerinnen die Fraport: Steckbrief, Wertschöpfungskette, Wettbewerbsanalyse. Solveig Gresselmeyer: „Die sind auf einem guten Weg.“ Danach folgte ein kleines Unternehmen – wo man leichter an die Informationen aus erster Hand kam, berichtet Bianca Arndt. Dann ging es um die eigene Geschäftsidee.

Die Schülerinnen wussten von einer Freundin, die vier Stunden lang beim Friseur auf einen Haarschnitt gewartet hatte. Verlorene Zeit. Wie die Wartephasen bei Ärzten oder Ämtern, in denen man sich nicht von der Stelle zu rühren traut. Eine Marktlücke war entdeckt. Eine Umfrage unter Ärzten ergab, dass zehn Prozent das Informationssystem für Patienten kaufen würden. Damit war auch die Nachfrage belegt. „Wir haben uns auf Ballungszentren beschränkt“, sagt Sofie Kerkhoff.

Zum business@-school-Finale

Mithilfe der IT- und Mathe-Spezialisten in Leistungskursen und im Lehrerkollegium entwickelten die Jugendlichen ihr Computerprojekt. Ein Patient drückt im Wartezimmer am PC eine Taste, erhält eine Nummer und erfährt, wie lange er zu warten hat. Dann kann er die Zeit nach Belieben nutzen. Eine SMS oder ein automatischer Anruf informieren, wann er dran ist. Nach der Behandlung meldet er sich am Computer wieder ab. „Aus der Dauer lässt sich dann die Wartezeit für die Nachfolger errechnen“, schwärmt Laura Nowosel. In der Praxis entsteht kein Mehraufwand an Arbeit, und der Datenschutz ist auch garantiert.

Lange haben die Schülerinnen an ihrem „Phonix“ gefeilt, sie haben in diesem Schuljahr fast die ganze Freizeit darangehängt, haben auf Anregung ihrer Berater aus dem Business-Bereich und der Jury bei Zwischenentscheiden nachgebessert – und sich einen Überblick verschafft, wie die Dinge in der Geschäftswelt so laufen. Bei der Berufsfindung, so meinen sie, kann das später nur nützlich sein. Aber erst mal geht’s im Juni ins Europafinale.

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