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Verfolgungsjagd mit der Polizei: Zahlreiche Unfälle - Hintergrund gibt Rätsel auf

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Von: Florian Dörr

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Ein Corsa-Fahrer baut mehrere Unfälle innerhalb kürzester Zeit. Die Verfolgungsjagd mit der Polizei führt unter anderem durch Hanau.

Hanau - Auf einer waghalsigen Fahrt hat ein 32-Jähriger am Donnerstagnachmittag (2. Februar) im Main-Kinzig-Kreis mit seinem Pkw gleich eine ganze Reihe von Unfällen verursacht. Das teilt die Polizei in Hanau mit und ergänzt: „Glücklicherweise“ wurde nur eine Person leicht verletzt.

Was war passiert? Gegen 15.30 Uhr ging in der Leitstelle der Polizei ein Notruf ein, wonach im Hanauer Stadtteil Lamboy ein Kleinwagen auffällig fahren würde. Als eine Streife die Meldung überprüfen wollte und entsprechende Anhaltezeichen gab, soll der Fahrer nicht reagiert und stattdessen Gas gegeben haben.

Wenig später kam es zu einem Unfall. Die Beamten ließen sich zunächst zurückfallen, um eine Gefährdung Dritter nach Möglichkeit auszuschließen.

Verfolgungsjagd durch Main-Kinzig-Kreis: Zahlreiche Geschädigte melden sich

Gleichwohl wurden weitere Funkstreifen alarmiert und auch ein Polizeihubschrauber in die Fahndung nach dem Autofahrer eingebunden. Gegen 16.15 Uhr konnte der Wagen, ein Opel Corsa, schließlich am Ortseingang von Birstein gestoppt werden, als ihm mehrere Polizeiwagen die Weiterfahrt versperrten. Der Fahrer aus Bad Soden-Salmünster wehrte sich bei seiner Festnahme, machte zugleich einen verwirrten Eindruck.

Ein Corsa-Fahrer sorgte für zahlreiche Unfälle. Die Verfolgungsjagd mit der Polizei endete in Hanau.
Ein Corsa-Fahrer sorgte für zahlreiche Unfälle. Die Verfolgungsjagd mit der Polizei führte unter anderem durch Hanau. © 5vision.news

Warum der bei der Polizei bislang gänzlich unbekannte Mann so reagierte, das ist nach Angaben der Ermittler in Hanau bislang noch unklar. Auf der rund 55 Kilometer langen Strecke quer durch den Main-Kinzig-Kreis von Erlensee nach Hanau, weiter über B43a, die A66 bis zur Anschlussstelle Bad Orb/Wächtersbach und von dort weiter über die B276 kam es zu mehreren Unfällen mit anderen Autos, die unter anderem von aufgebrachten Betroffenen über Notruf an die Polizeileitstelle gemeldet wurden. In der Folge erschienen auf den Wachen in Gelnhausen und Schlüchtern weitere Autofahrer, um dort eine Aussage zu machen.

Verfolgungsjagd endet in Hanau: Autofahrerwehrt sich bei Festnahme

Nach ersten Meldungen soll der Mann in der Lamboystraße in Hanau zwischen zwei Fahrzeugen, die nebeneinander an einer roten Ampel standen, mitten hindurch gefahren sein. Bei einem Zusammenstoß etwas später kurz vor der Anschlussstelle Gelnhausen-Ost riss sogar die Motorhaube des Corsa ab, was den Fahrer allerdings nicht weiter interessierte und er einfach weiterfuhr.

Wie sich mittlerweile herausstellte, gehören die an dem Corsa angebrachten GN-Kennzeichen regulär an einen Audi. Ob sie gestohlen sind und wer gegebenenfalls für einen Diebstahl in Frage kommt, wird nun ebenso von der Unfallfluchtgruppe ermittelt, wie die zahlreichen Blechschäden.

Die Staatsanwaltschaft Hanau ordnete bei dem Fahrer eine Blutentnahme an und verfügte die Sicherstellung des Fahrzeugs. Nun soll untersucht werden, ob der 32-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand.

Auch in einem anderen Fall ermittelt die Polizei in Hanau. Nach einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus wird Brandstiftung vermutet.

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