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Vor allem im Ostkreis gibt es immer weniger Schüler
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Vor allem im Ostkreis gibt es immer weniger Schüler

Main-Kinzig Schulen

Ja zu Verbundschulen

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Das hessische Kultusministerium genehmigt den Schulentwicklungsplan des Main-Kinzig-Kreises. Da die Schülerzahl in den kommenden Jahren sinken wird, sollen Schulen zusammenwachsen, um zu überleben.

Das hessische Kultusministerium genehmigt den Schulentwicklungsplan des Main-Kinzig-Kreises. Da die Schülerzahl in den kommenden Jahren sinken wird, sollen Schulen zusammenwachsen, um zu überleben.

Die Schullandschaft im Main-Kinzig-Kreis wird sich deutlich verändern. Im Zuge des demografischen Wandels gehen die Schülerzahlen immer weiter zurück. Das hessische Kultusministerium geht davon aus, dass die Zahl der Schüler bis zum Jahr 2020 von 42.000 auf 34.000 sinkt – ein Minus von 17 Prozent. Für Teile des östlichen Kreises geht Schuldezernent Matthias Zach (Grüne) gar von einem Rückgang von mehr als 20 Prozent aus.

Deshalb sollen Schulen zusammenwachsen, um zu überleben. Das Kultusministerium hat jetzt den Entwicklungsplan des Kreises für die allgemeinbildenden Schulen genehmigt (Laufzeit bis 2017) – und damit auch die vier geplanten Verbundschulen im östlichen Main-Kinzig-Kreis. In ihrer Zustimmung schreibt Ministerin Nicola Beer (FDP) an den Kreis: „Ich begrüße ausdrücklich, dass Ihre Planung die Bildung von Verbundschulen vorsieht.“ Das Modell sieht eine Schule mit mehreren Standorten vor. Diese haben dann eine gemeinsame Schulleitung sowie Verwaltung. Zentral festgelegt werden unter anderem das pädagogische Konzept und der Einsatz des Personals. Das Verbund-Modell soll zunächst die Grundschulen in der Bergwinkel-Region vor der Schließung bewahren. Das Ministerium fordert, dass sich die Verbundschulen spätestens zum Schuljahr 2015/2016 gebildet haben. Zach sagt, er setzte darauf, dass die Eltern „jetzt auch mit den Füßen abstimmen“ und ihre Kinder in diese Schulen schicken. Sonst würden sie irgendwann geschlossen.

Ursprünglich hatte der Dezernent vor, im Bergwinkel sechs Schulen zu schließen. Nach heftigen Protesten von Eltern und Schülern wurde der langjährige Schulamtsdirektor Eberhardt Luft als Mediator eingeschaltet. Die Beteiligten einigten sich auf die Verbundschulen, der Kreistag stimmte dem Modell ebenfalls zu. Die Grundschule in Jossa konnte allerdings nicht gerettet werden.

Keine weiteren gymnasialen Oberstufen

Die Kultusministerin bringt in ihrem Schreiben zum Ausdruck, dass wegen der sinkenden Schülerzahlen eventuell weitere Schulstandorte aufgegeben werden müssen. Das Ministerium hat angeordnet, eine ganze Reihe von Standorten „einer grundlegenden Überprüfung zu unterziehen“, wie es heißt. Sechs Grundschulen stehen auf der Liste und sind somit gefährdet, darunter die Paul-Maar-Schule in Nidderau-Eichen. Darüber hinaus stehen vier Haupt- und Realschulen unter Beobachtung, dazu gehört die Adolf Reichwein-Schule in Rodenbach.

Abgelehnt hat das Ministerium die Forderung nach einer weiteren gymnasialen Oberstufe im Main-Kinzig-Kreis. Diese wird es weder an der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach noch an der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold geben. Ministerin Beer begründete ihr Nein damit, dass eine weitere Oberstufe andere Schulstandorte schwächen würde.

Matthias Zach sagt, der Erlass aus Wiesbaden „spricht eine klare Sprache“. Es zeige, „dass nicht nur der Ost-Kreis betroffen ist und wir wegen des demografischen Wandels neue Konzepte entwickeln müssen“. Auf den Schuldezernenten kommen weitere Aufgaben zu. Er soll die bisher kaum vorhandenen offenen Ganztagsschulen ausbauen und die Inklusion vorantreiben. Und mit dafür sorgen, dass bis 2017 sogenannte Bildungsgesamtpläne entstehen. Das Ziel: Schulen, Kitas, Jugendhilfe und andere planen nicht alleine für die Zukunft, sondern gemeinsam.

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