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Unterstützung für Beruwala

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Von: Silvia Bielert

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Der ehemalige Landrat Karl Eyerkaufer (links) überbringt Lebensmittel nach Beruwala.
Der ehemalige Landrat Karl Eyerkaufer (links) überbringt Lebensmittel nach Beruwala. © MKK

Eine Delegation um den Koordinator der Aktion „Main-Kinzig-Kreis hilft Beruwala“ besucht die Region in Sri Lanka, bringt Lebensmittel und freut sich über die Errichtung von 35 Häusern und zwei Schulgebäuden.

Seit 2012 besteht eine Partnerschaft zwischen der Region Beruwala in Sri Lanka und dem Main-Kinzig-Kreis. Die Aktion „Main-Kinzig-Kreis hilft Beruwala“ kümmert sich vor allem um Familien und ihre Kinder, die in besorgniserregender Armut leben und Hunger leiden, weil sie keinerlei festes Einkommen haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Die Corona-Pandemie hat die desolate Lage vieler Menschen noch verschärft, allein im Tourismussektor sollen in dem Land im Indischen Ozean zwei Millionen Beschäftigte arbeitslos geworden sein.

Nun war der Koordinator der Beruwala-Hilfe, der ehemalige Landrat Karl Eyerkaufer, nach 18 Monaten erstmals wieder dort. Gemeinsam mit seinen Mitreisenden, ehemaligen Politikern und Spendern, überreichte er Essenspakete in der Maradana-Frauenklinik, in Kindergärten und Schulen sowie Lebensmittel und Hygieneartikel an die betreuten Waisenhäuser „Apeksha Vijitha Pahalage“, „St. Vincenz“, „Don Bosco“ sowie „Mama und Papa“, so Eyerkaufer. „Während unseres Aufenthalts konnten wir auch 35 neue Häuser an arme Fischerfamilien übergeben, vornehmlich in dem durch unseren Siedlungsbau neu entstandenen Ort Pannila.“ Zudem sei dort mit der Spende eines in Nidderau-Ostheim lebenden Bürgers der 13. Kindergarten eröffnet worden.

Mittelpunkt der Reise sei jedoch die feierliche Übergabe von zwei neuen Schulgebäuden an die Annasigala Tamil Primary School und an die Badanagoda Buddhist Junior School in Beruwala gewesen. Beiden Schulen fehlte es an Klassenräumen, so dass Kinder im Freien unterrichtet werden mussten. Durch den Neubau sei es möglich, die Klassengrößen auf 40 Schülerinnen und Schüler zu senken. Eine Spenderfamilie habe die beiden Schulgebäude finanziert und unterstütze auch die Stiftung Kinderzukunft in Gründau bei ihrem Kinderdorf-Projekt in Guatemala. Auch die vier unterstützten Auszubildenden Ifadh, Fahim, Nashan und Azeez erhielten Besuch der deutschen Gesandtschaft. Die vier jungen Männer machen derzeit eine dreijährige Ausbildung zum Kältetechniker oder zum Automechaniker am Technical Training Institute.

Bei einem Treffen mit der Schulleitung des Wisdom International College Beruwala ging es um die Weiterführung der Schulpartnerschaft mit dem Albert-Einstein-Gymnasium in Maintal. Sollte ein Schüleraustausch 2022 pandemiebedingt möglich sein, sollen Schüler:innen des Colleges noch vor den Sommerferien nach Maintal kommen. Im Herbst sollen Maintaler Lernende nach Beruwala reisen. bil

In fos und Spendenkonten gibt es auf mkk.de unter „Landkreis“, „Über den MKK“, „Partnerschaften“, „Hilfsprojekt Beruwala“.

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