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Roy (vorne) und Saied trugen im Jahr 2011 mit dazu bei, dass die Tümpelgarten-Schule erstmals „Umweltschule“ wurde.
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Roy (vorne) und Saied trugen im Jahr 2011 mit dazu bei, dass die Tümpelgarten-Schule erstmals „Umweltschule“ wurde.

Hanau/Main-Kinzig

Umweltschutz auf dem Stundenplan

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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25 Schulen erhalten eine Auszeichnung für ihre Naturkunde-Projekte. Dreh- und Angelpunkt für die steigende Zahl der mitmachenden Schulen sind die zehn regionalen Umweltzentren in Hessen.

Im Umwelt- und Naturschutz sind Schulen aus dem Landkreis groß, besonders trifft dies für die Bildungeinrichtungen in der Stadt Hanau zu. 24 Schulen aus dem Main-Kinzig-Kreis erhielten gestern bei einem Festakt in der Beruflichen Eugen-Kaiser-Schule in Hanau die Auszeichnung „Umweltschule“, dabei ging der Titel der Landesinitiative zwölf Mal nach Hanau. Der Main-Kinzig-Kreis soll damit in diesem Jahr die meisten der insgesamt 103 Preisträgerschulen stellen, die sich mit Arbeiten unter dem Motto „Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ bewarben.

Die Schüler der Hanauer Anne-Frank-Schule mussten für ihr Projekt nur auf den Boden schauen. „Insekten auf unserem Schulgelände und im Klassenraum“ lautet die Überschrift zu dem Erkundungsvorhaben, das in einer Ausstellung zur Preisverleihung vorgestellt worden ist. Bei der gastgebenden Eugen-Kaiser-Schule waren die Einführung von Komposteimern in der Schulküche und der Bau einer Kompostanlage auf dem Schulgelände, um darauf Gemüse zu züchten, Projektgegenstand. Andere bauten Schulgärten als Lernort, gestalteten den Pausenhof um, damit sich dort der Wechsel der Jahreszeiten deutlicher vernehmen lässt oder beschäftigten sich mit Wildtieren, etwa mit einer Igelstation oder brütenden Störchen.

Dreh- und Angelpunkt für die steigende Zahl der mitmachenden Schulen sind die zehn regionalen Umweltzentren in Hessen, hob Beatrix Tappeser, hessische Umweltstaatssekretärin, in ihrer Rede hervor. Mit den aktuellen Projekten habe sich auch gezeigt, dass die seit zehn Jahren bestehende Initiative noch keinen Rost angesetzt habe, sondern einer stetigen Entwicklung folge. Die heutigen Themen wie Globalisierung und Nachhaltigkeit wichen deutlich von den früheren ab, so Tappeser. In Sachen Umwelt und Naturschutz leisteten die Schulen mittlerweile einen wichtigen Beitrag, sagte sie.

Derzeit werde von der UNESCO der Aktionsplan „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vorbereitet, so Kultusstaatssekretär Manuel Lösel. Bezogen auf die Umweltschulen meinte er: „Viele Schulen haben sich schon auf den Weg gemacht.“ Auch weil Bildungsstätten die Themen Umwelt- und Naturschutz in ihre Curricula aufgenommen hätten.

Der Hanauer Bildungsdezernent Axel Weiss-Thiel (SPD) erklärte die hohe Teilnahme Hanauer Schulen mit einem früh bestehenden Konzept, das über Jahre vorangetrieben worden sei.

Hierbei spielt das Umweltzentrum Hanau als regionale Beratungsstelle eine Rolle. 2006 zählten fünf Schulen im Kreis zu den ersten Preisträgern und durften sich Umweltschule nennen. Nunmehr sind des 24, davon 15, die bereits die Auszeichnungen gewannen. „Wir sind immer dabei, neue Schulen zu akquirieren. Jedes Jahr werden hierzu die Schulen im Kreis angeschrieben“, sagte Gabriele Schaar von-Römer, Chefin des 2002 gegründeten Umweltzentrums.

Projektberatung und Erfahrungsaustausch der Schulen untereinander zählen ebenso zu den Aufgaben. Für die Erforschung der Natur fahren die Jugendlichen auch mal raus etwa nach Sinntal. „Das ist dann für die Schüler eine spannende Angelegenheit“, sagte Schaar von-Römer. In allen Fällen werde aber die Kompetenz der Schüler gestärkt, heißt es.

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