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Bild aus alten Zeiten: Ayla, Scott und Khan (rechts).

Wildpark Hanau

Trauer im Wildpark

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Polarwolf Khan ist tot. Das Tier ist in der Silvesternacht eingeschläfert worden. Mutmaßlich litt es unter einer schweren Lebererkrankung.

"Es war eine Erlösung für Khan“, sagt Wildbiologin Marion Ebel auf Anfrage. Über zwei Monate habe das Tier Gewicht verloren und sei letztlich stark abgemagert gewesen. Khan habe trotz Versuche ihn aufzupäppeln nicht mehr gefressen. Mutmaßlich litt das Tier unter einer schweren Lebererkrankung. Mit zwölf Jahren ist Khan für seine Spezies beachtlich alt geworden. In der freien Wildbahn betrage das durchschnittliche Lebensalter bei Polarwölfen sieben Jahre.

Der Tod von Khan ist ein „schwerer Schlag“ für den Wildpark und für Ebel persönlich, die 2004 Khan und seine Geschwister Ayla und Scott als Welpen in den Wildpark aufnahm und aufzog, anfangs sogar bei sich zu Hause. Seitdem trägt Ebel den Beinamen „Wolfsmutter“.

Ayla und Scott waren während des Einschläferns von Khan ausgesperrt. „Als der Tierarzt die Spritze ansetzte, haben sie angefangen zu heulen“, so Ebel. Jedoch erst am Neujahrsmorgen hätten sie von ihrem Geschwister „Abschied nehmen können“. Das sei aber eher unauffällig geschehen. Khan stand als Omega-Tier an unterster Hierarchie in dem Dreier-Rudel. Für Khan wird es keinen Neuzugang geben. Das würde nicht gut gehen. Eine neue Generation Polarwölfe gibt es bereits in einem Gehege.

Unklar ist noch, ob Khan wie einige seiner Artgenossen später ausgestopft im Forstmuseum zu sehen seien wird. Fest steht hingegen: Die Wolfsheulnacht am 16. Januar, 16 Uhr, findet statt (Besucherhunde können diesmal nicht mitkommen). „Mit Khan ist uns ein guter Tenor verloren gegangen“, bedauert Ebel.

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