Maintal

Tomaten und Zucchini für alle

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Am Bischofsheimer Stadtteilzentrum ist das Urban-Gardening-Projekt "Essbare Stadt" gestartet worden. Die Pflanzenkübel sollen nur der Anfang sein.

Die ersten Pflänzchen sind gesetzt und wachsen: In großen Kübeln, die am Stadtteilzentrum in Maintal-Bischofsheim stehen, gedeihen Tomaten, Zucchini, Oregano und andere Gemüse- und Kräutersorten. Wenn sie reif sind, kann sich jeder bedienen. Denn die Kübel gehören zum Urban-Gardening-Projekt „Essbare Stadt“, das jetzt begonnen hat.

Die Gruppe aus dem Stadtteilzentrum, die mit Mitarbeitern des städtischen Betriebshofs anpackte, „war mit viel Spaß, Engagement, aber auch Fachwissen dabei, so dass wir sehr schnell fertig waren“, sagt Martin Scharping. Alle hätten sich bereiterklärt, die Pflanzen zu pflegen.

In einer „Essbaren Stadt“ werden im urbanen Raum Lebensmittel angebaut, die von allen geerntet werden dürfen. Die erste städtische Initiative mit diesem Namen wurde wohl 2010 in Andernach gegründet. Bundesweit folgten Dutzende von Städten, darunter Kassel. In Maintal gab Klaus Seibert von der Wahlalternative Maintal 2016 den Anstoß. Für Seibert hat das Projekt nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen sozialen Nutzen: Das gemeinsame Gärtnern stärke den Zusammenhalt.

Die Gremien der Stadt beschlossen schließlich, die Idee umzusetzen und etwa 10 000 Euro zu investieren. Die Maintaler Freiwilligenagentur treibt die Pläne voran. In Hochstadt sollen Weinreben angebaut werden. Diese und die Pflanzenkübel in Bischofsheim sollen aber nur der Anfang sein. Am 14. September sind Bürger eingeladen, bei einer Veranstaltung im Rathaus (19 Uhr) weitere Vorschläge für die „Essbare Stadt“ zu machen.

E-Mail: freiwilligenagentur@maintal.de

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