Erlensee

Mordverdächtiger verhaftet

Ein 39-jähriger aus Linsengericht soll die 47-jährige Erlenseerin heimtückisch getötet haben.

Im Fall der 47-jährigen Erlenseerin, die vor zwei Wochen getötet worden war, gab es jetzt eine Festnahme: Spezialkräfte der Polizei verhafteten am Mittwochabend in Linsengericht einen dringend tatverdächtigen 39-Jährigen. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitgeteilt. Er soll sich gegen die Verhaftung gewehrt haben.

Den Angaben zufolge verdichteten sich während der umfangreichen Ermittlungen einer elfköpfigen Arbeitsgruppe die Hinweise darauf, dass der Verdächtige die Pflegerin, zu der er früher offenbar eine Beziehung hatte, ermordet hat. Nach derzeitigem Stand sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Der von der Behörde beantragte Haftbefehl stützt sich unter anderem auf die am Tatort gesicherten und ausgewerteten Spuren.

Am Donnerstag wurde der Linsengerichter der Ermittlungsrichterin vorgeführt, die wegen Mordverdachts Untersuchungshaft anordnete.

Eine Nachbarin hatte den Leichnam der 47-Jährigen am 22. Juli gegen 17.30 Uhr in deren Wohnung gefunden. Die Frau aus dem Stadtteil Langendiebach, die hier allein lebte und als zuverlässig galt, war zuvor nicht zur Arbeit gekommen. Dort, in Kelkheim, wurde sie am Abend des 20. Juli zum letzten Mal lebend gesehen. Laut Obduktionsergebnis wurde die Erlenseerin durch massive Gewalt und zahlreiche Stiche in den Oberkörper getötet. Zunächst gab es keine vielversprechende Spur zum mutmaßlichen Täter.

Die Arbeitsgruppe ermittelt weiter. Nach wie vor wird nach dem Auto der Getöteten gesucht. Es handelt sich um einen weißen Nissan Qashqai mit dem Kennzeichen MKK-Q 9090. Auf der Heckscheibe des Wagens befindet sich der Aufkleber eines Pferdes mit Reiter mit der Aufschrift „PURA RAZA ESPAÑOLA“. Der Verdächtige soll das Grundstück in Langendiebach mit diesem Wagen am Dienstagmorgen, 21. Juli, zwischen 7 und 8 Uhr verlassen haben. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Nummer 06181/100 123 zu melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare