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Robert Simon vom Brockenhaus berät Besucher der Locations Rhein-Main im CPH.
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Robert Simon vom Brockenhaus berät Besucher der Locations Rhein-Main im CPH.

Locations Rhein-Main

Tagen und Feier

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Auf der Locations Rhein-Main präsentierten mehr als einhundert Aussteller im Congress Park Hanau ihre Dienste und Räumlichkeiten.

Nicht nur mit ansprechender Standoptik, sondern auch über den Geruchssinn versuchten die Herren vom Hanauer Brockenhaus die potenziellen Kunden zu interessieren. In einer Apparatur, die einer Spielzeugdampfmaschine ähnelt, rösteten sie frische Kaffeebohnen. Nur eine Dienstleistung, die die Tochterfirma des Behindeten-Werks Main-Kinzig neben der Vermietung eines Festsaals zu bieten hat. Auf der Locations Rhein-Main präsentierten gestern mehr als einhundert Aussteller im Congress Park Hanau ihre Dienste und Räumlichkeiten. Dazu gehörten eine James-Bond-Agentur oder das Lufthansa Conference Center. Aus Hanau waren neben dem Brockenhaus die Villa Stokkum, der Congress Park Hanau Sanja Zivo Design vertreten.

Hinter dem Begriff Event steckt mittlerweile eine ganze Industrie, die aus Einzelkämpfern bis hin zu Großunternehmen besteht. Firmen und Privatleute werden angesprochen mit einem breiten Angebotsspektrum. Das spiegelte sich auch im Ausstellerverzeichnis der Locations Rhein-Main wider, die zum zweiten Mal in Hanau ausgerichtet wurde.

Lediglich ein Raum samt Verköstigung reicht manchen Veranstaltern offenbar nicht, um bei den Gästen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Eine Hypnoseshow oder ein Abstecher in die Kletterhalle können solche Extras sein. Auch muss es nicht der gewöhnliche Saal für die Tagung sein. Wie wäre es etwa mit der Nikolauskapelle in Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim?

Entgegen dem Titelzusatz „Rhein-Main“ lockte die Fachmesse Aussteller weit über die Region hinaus. Hotel und Kongresscenter-Betreiber aus ganz Hessen und angrenzenden Bundesländern waren vertreten, etwa der Betreiber des Nürnburgring und des Mainzer Fußballstadions. In dem großen Anbieterteich versucht auch das Brockenhaus, sich zu behaupten – in einer Sonderstellung. „Wir sind kein profitorientiertes Unternehmen, sondern geben behinderten Menschen eine Arbeitsmöglichkeit“, sagte Projektleiter Hermann Blocher. Nicht wenige potenzielle Kunden hätten jedoch Hemmungen, mit dem Brockenhaus zu arbeiten, bemerkte er.

Keine zögerliche Annahme in der Branche widerfährt offenbar der Umweltschutz – nicht nur beim Verzicht auf Einweggeschirr. In einem Symposium mit dem Titel „Green Meetings“ wurde das Thema Veranstaltung unter dem Umweltaspekt beleuchtet. Stefan Baumeister, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft Myclimate, erklärte, dass bei einer Veranstaltung jeder Gast seinen sogenannten CO2-Fußabdruck hinterlasse.

Die größte Klimabelastung gehe je nach Verkehrsmittel von der An- und Abreise aus. Umweltbewusste Veranstalter sollten daher einen Ort wählen, der zentral liege und gut mit dem Zug erreicht werden könne sowie die Bahnnutzung mit einem Anreiz versehe. Zur Ökologie einer Veranstaltung zählt laut Baumeister ebenso das Catering, das aus regionalen Produkten und wenig Fleisch bestehen sollte.

Der Umweltgedanke solle aber ebenso von Betreibern von Räumlichkeiten aufgegriffen werden. Beim Hanauer Congress Park ruht seit 2009 der Nachhaltigkeitsgedanke auf den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales, sagte CPH-Geschäftsführerin Nicole Rautenberg. Konkret nannte sie das Sparen von Energie und Wasser sowie den Einkauf von umweltgerechten Produkten aus fairem Handel.

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