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Das tägliche Brot ist verstrahlt

Christliche Frauen unterstützen Kindererholungsheim in Weißrussland

Mit großer Erleichterung haben Marianne Gaertner und Gabriele Luedecke-Eisenberg registriert, dass Hanau zunächst von einem weiteren Atommüll-Lager verschont bleibt. Und gleichzeitig haben sie an ihre Schützlinge gedacht, die sich nicht dagegen wehren können, dass sie seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 in einer strahlenverseuchten Umwelt leben müssen. Die beiden Frauen sind seit vielen Jahren in der Gruppe "Christliche Frauen für das Leben" engagiert. Die Hanauer Initiative setzt sich einerseits politisch für den Ausstieg aus der Atomenergie ein, andererseits kümmert sie sich mit Geld und Tat um diejenigen, "die in Weißrussland ihr täglich Brot essen und krank werden davon", so Gärtner.

In der karitativen Arbeit gibt es jetzt eine Zäsur. Das Waisenhaus in Schitkowitschi, 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt, das die Gruppe seit 1991 unterstützte, ist geschlossen worden. "Das Projekt ist damit beendet", sagen die Frauen, fügen aber gleich hinzu: "Hilfe für die Menschen in den stark betroffenen Regionen Weißrusslands ist nach wie vor notwendig, auch wenn sich die Reaktorkatastrophe schon vor über 22 Jahren ereignet hat." Infolge der großen Inflation und Arbeitslosigkeit seien die Menschen dort gezwungen, die Kinder von den Produkten ihrer verstrahlten Gärten und Felder zu ernähren. Die Folge seien Drüsen-, Stoffwechsel und Blutkrankheiten.

Erholung und Rehabilitation bietet das Kinderzentrum "Nadeshda" im unbelasteten Norden des Landes. Es wird getragen von zahlreichen Gruppen und Einzelpersonen aus der ganzen Welt. Darunter sind jetzt auch die Hanauer Frauen. Sie haben begonnen, bei Gemeinden und Spendern um Unterstützung "für dieses vorbildliche Einrichtung" zu werben und hoffen, ebenso erfolgreich zu sein wie bisher. Für das Waisenhaus mit 150 Kindern bilanzieren sie insgesamt 600 000 Euro Geld- und Sachspenden in 27 Jahren. In 17 Transporten gingen unbelastete Nahrungsmittel, Medikamente, Sportartikel, Unterrichtsmaterial, Waschmittel, Schuhe, Kleidung und Fahrräder nach Schitkowitschi. lex

Spenden: Leben nach Tschernobyl e.V., Nr. 4114400, BLZ 52060410, Ev. Kreditgenossenschaft Frankfurt a. M., Kennwort Nadeshda.

www.nadeshda.by

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