Hanau

35 Streifen im Finale

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Das Kurzfilmfestival Jung & Abgedreht ist inzwischen längst international und startet am Sonntag. Die Qualität der Beiträge hat enorm zugenommen.

Das Hanauer Jugend-Kurzfilmfestival Jung & Abgedreht läuft am kommenden Sonntag zum fünften Mal. Publikum und Fachjury entscheiden über die Sieger. Laut Veranstalter zeigt sich das Festival zum kleinen Jubiläum alles andere als eingefahren. Es finde mittlerweile bundesweite Beachtung, heißt es. Schirmherr ist der in Hanau geborene Schauspieler Dominic Raacke.

„Quantitativ und vor allem qualitativ hat das Festival im Jubiläumsjahr einen großen Sprung nach vorn gemacht“, sagt Organisatorin Anna Jagust, Leiterin des Instituts für Familienbildung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hanau, das zu den Gründungsmitgliedern zählt. Die weitreichende Vernetzung im Internet habe zu dem Erfolg geführt. „Wir sind nun auf allen relevanten Plattformen vertreten und in der Filmszene schon sehr bekannt. Somit sind wir auch erstmals international“, sagt Jagust. Beiträge aus der Schweiz, aus Österreich und Italien seien eingesandt worden. Der einst mit lokalem Anspruch gestartete Wettbewerb will aber auch weiterhin Jungfilmer aus Hanau und Umgebung fördern. Unter dem Arbeitstitel „Regionale Helden“ werden Beiträge von Autoren aus der Region im Vorprogramm gezeigt, die die Nominierung für das Finale nicht geschafft haben.

Unter den mehr als 100 Einsendungen sind für das Finale insgesamt 35 in den Kategorien 14 bis 18, 19 bis 27 Jahre, Musikvideos und Young Professionals ausgewählt worden. „Die technische Qualität ist enorm gestiegen“, so Jagust. Die anfänglichen Kurzfilme per Smartphone und mit laienhaftem Schnitt seien passé. Auch inhaltlich habe sich in diesem Jahr einiges verändert. Das junge und leichte Leben steht nicht mehr im Zentrum. „Die Themen kommen direkt aus der Gesellschaft.“ Wegen des Inhalts sei jedoch kein Film aussortiert worden. Nur bei einem Beitrag im Finale werden jüngere Festivalbesucher aus dem Kinosaal geschickt. Es geht um Folter.

Die Stadt Hanau hat sich vor zwei Jahren aus finanziellen Gründen aus dem Projekt zurückgezogen. Die AWO hat das Festival übernommen, das 2016 fast am Geld gescheitert wäre.

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