Das Langenselbolder Strandbad am Kinzigsee ist auch im Hitzesommer 2018 defizitär gewesen. Foto: Rolf Oeser

Bauarbeiten

Strandbad in Langenselbold soll modernisiert werden

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Nach dem Bürgerentscheid lässt die Stadt die Kosten für eine Sanierung ermitteln - ob das Bad dann verpachtet werden soll, ist noch offen.

Mit dem erzwungenen kalten Duschen im Strandbad soll es spätestens im nächsten Jahr vorbei sein. Der hauptamtliche Magistrat hat das zuständige Fachamt der Stadt beauftragt, die Kosten für die Sanierung des Sanitärgebäudes einschließlich der Installation von Warmwasserduschen, auch im Außenbereich, zu kalkulieren. Was darüber hinaus als instandsetzungsbedürftig auffällt, soll ebenfalls auf die Liste gesetzt werden. Die Ausgaben sollen dann im Haushalt 2020 eingestellt werden, heißt es.

Anlass ist der Ausgang des Bürgerentscheids am 17. Februar. Eine Bürgerinitiative hatte ihn auf den Weg gebracht, damit die Stadt das Strandbad verpachtet, um die Bürger bei der Grundsteuer zu entlasten. 2018 entstand trotz langer Hitzewelle ein Defizit von 137 000 Euro.

Der Bürgerentscheid fiel mit knapp 70 Prozent dennoch zugunsten für einen Verbleib aus. Allerdings verfehlte der Bürgerentscheid mit 35,43 Prozent das Quorum. Daher müssen die Stadtverordneten laut Greuel im Mai über Verbleib oder Verpachtung entscheiden. Erleichtert werden könnte dies mit einem Vertrag der DLRG, mit der die Stadt aktuell an einem Konzept arbeitet. Die Zeichen sollen gut stehen. Bis 2015 war die DLRG mit dem Badeaufsicht betraut, danach wurde eine Leiharbeiterfirma unter Vertrag genommen.

„Damit sind die Personalkosten besonders an den besucherstarken Wochenenden in die Höhe geschossen, weil dann zusätzliches, teures Personal bestellt werden musste“, so Greuel. 

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