Hanau

Stoßdämpfer fürs Knie

Im St. Vinzenz-Krankenhaus ist eine neuartige Operationsmethode bei Kniearthrose durchgeführt worden. Bei der Methode handelt es sich um eine Art "Stoßdämpfer", der von außen am Bein befestigt wird.

Im St. Vinzenz-Krankenhaus ist im Rhein-Main-Gebiet erstmals ein junger Mann mit einer neuen Methode erfolgreich am Knie operiert worden. Das Gelenk war stark verschlissen, andere Operationen hatten nicht zum Erfolg geführt, teilte jetzt die Leitung des Krankenhauses mit.

Bei der neuen Methode wurde dem Patienten eine Art Stoßdämpfer eingesetzt, der nicht die Nachteile anderer Methoden aufweist.

Bislang wurde die Kniearthrose sehr aufwendig durch eine operative, sogenannte Achskorrektur des Beines behandelt, oder aber der Patient musste eine Beinschiene tragen, die das Kniegelenk entlastet. Beides hat Nachteile, besonders für Jüngere: Die Operation hat nicht generell die gewünschte Erfolgsquote, zumal sich der Zustand nach fünf bis zehn Jahren oft wieder verschlechtert.

Das Tragen einer Beinschiene hingegen verlangt große Disziplin beim Kranken – wenn er sie nicht regelmäßig benutzt, können schon sehr bald wieder Schmerzen im Knie auftreten.

Der neue Stoßdämpfer, der von außen am Bein operativ befestigt wird, hat unter anderem den Vorteil, dass das Knie unmittelbar nach dem Eingriff bereits wieder voll belastet werden kann. Außerdem kann der Patient das Krankenhaus nach wenigen Tagen wieder verlassen. (az.)

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