Main-Kinzig

Storch überwintert

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Trotz der extremen Trockenperiode war 2015 ein gutes Weißstorchenjahr. Den Winter verbringen allerdings diesmal weniger Störche im Main-Kinzig-Kreis als im Vorjahr.

Weniger Weißstörche als im Vorjahr überwintern im Kreisgebiet, berichtet die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) im Main-Kinzig-Kreis. Es handele sich dabei um Altvögel. Der Nachwuchs mit 92 Jungvögeln zog hingegen frühzeitig gen Süden ab.

Trotz der extremen Trockenperiode war 2015 ein gutes Weißstorchenjahr, bilanziert Werner Peter aus Freigericht von der HGON. 41 Storchenpaare kamen zum Brüten und brachten nur zwei Junge weniger zum Ausfliegen als 2014. Die Fortpflanzungsrate betrug rechnerisch 2,24 ausgeflogenen Jungen. Ein Storchenpaar müsse mindestens zwei Junge großziehen, damit die Brutpopulation stabil bleibt.

Laut Peter kritisiert jedoch die Rodenbacher Gesellschaft für Natur- und Auenschutz (GNA) die wachsende Population und spreche von einer „Gefährdung für die Artenvielfalt“.

Günter Könitzer, Vorsitzender der GNA, weist diese Behauptung zurück. Auf Anfrage der FR, sagt er, dass die GNA die Entwicklung aufmerksam beobachte, weil die Storchenzahl derzeit höher sei als in früheren Zeiten, in denen es noch große Auengebiete gab, die mittlerweile zum Teil zugebaut seien. Die GNA werde sich weiterhin für den Weißstorch im Kreisgebiet einsetzen. Ein Leerfressen der Landschaft sei durch ihn nicht zu befürchten. „Die Natur regelt die Weißstorchpopulation schon von selbst“, so Könitzer.

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