1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Kinzig-Kreis

Spielplatz für das Freigericht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Wiebke Rannenberg

Kommentare

Auf der Grünfläche zwischen Limesstraße und Leipziger Straße soll sich einiges ändern.
Auf der Grünfläche zwischen Limesstraße und Leipziger Straße soll sich einiges ändern. © Renate Hoyer

Den Antrag auf Aufnahme in das Programm „Soziale Stadt“ hat Hanau Anfang 2011 gestellt - bis heute ist das Freigerichtviertel nicht aufgenommen worden. Im Areal zwischen Hauptfriedhof, Goodyear Dunlop und Leipziger Straße soll nun etwas passieren.

Vor zweieinhalb Jahren waren die Pläne für das Freigerichtviertel groß: Straßen, Gebäude, Grünanlagen und Spielplätze wollte die Stadt aufwerten, 6,5 Millionen Euro sollten investiert werden. Doch das wollte und konnte die Stadt nicht allein investieren, zwei Drittel der Summe sollten aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt kommen. Den Antrag haben die Hanauer Anfang 2011 gestellt – doch bis heute ist das Freigerichtviertel nicht aufgenommen worden.

Ob und wann der Antrag bewilligt wird, weiß Sozialstadtrat Axel Weiss-Thiel (SPD) nicht. In den vergangenen Monaten hätten er und seine Mitarbeiter viele Gespräche mit dem Land geführt und die Argumentation erweitert, sagt er – auch mit Blick auf die Entwicklungen in der Daimlerstraße. Diese liege zwar nicht im Freigerichtviertel, doch die Entwicklungen dort hätten auch Auswirkungen auf die Nachbarschaft.

Da das Gebiet Lamboy-Nord inzwischen aus der Förderung herausgefallen ist, hat Hanau derzeit nur noch ein Gebiet, das vom Bund-Länder-Programm gefördert wird: Die südliche Innenstadt. Aber auch diese Förderung befinde sich in der Endphase, sagt Weiss-Thiel.

Es soll etwas passieren

Doch während sich die jahrelangen Verhandlungen über den Förderantrag hinziehen, soll nun etwas passieren im Areal zwischen Hauptfriedhof, Goodyear Dunlop und der Leipziger Straße. Auf Vorschlag des Magistrats beschlossen die Stadtverordneten kürzlich, dass der Spielplatz an der Limesstraße neu gestaltet werden soll.

Möglich wird das, weil die Kathinka-Platzhoff-Stiftung 50 000 Euro beisteuert, die Stadt selbst will 170 000 Euro investieren. Vom Geld der Stiftung soll ein „Kletter- und Spielparadies“ mit Rutsche, Kletterturm, Brücke und anderen Geräten entstehen. Hinzu kommen Balance-Geräte, Schaukeln, ein Sandkasten und eine neu angelegte Wiese. Planung und Vergabe sollen jetzt starten. Wenn alles gut gehe, könne mit den Bauarbeiten im kommenden Frühjahr begonnen werden, sagt Bernd Lenz, Leiter des zuständigen Eigenbetriebs.

Mit dem Spielplatz ist ein „erster wichtiger Baustein“ gesetzt, mit dem das „Defizit an wohnungsnahen Grün- und Spielflächen“ im Freigerichtsviertel Schritt für Schritt beseitigt werden könnte, sagt Wolfgang Walther, Vorsitzender des Ortsbeirats und Chef der SPD Innenstadt.

Dieses Defizit ist allen Beteiligten und vor allen den Bewohnern des Viertels seit vielen Jahren bekannt. Schon vor vier Jahren initiierte der damalige Eigenbetrieb Hanau Grünflächen einen Wettbewerb für Studierende der Landschaftsarchitektur in Geisenheim. Sie beschäftigten sich mit dem Areal zwischen Limesstraße, Bahnlinie und Leipziger Straße und erarbeiteten zwölf Entwürfe. Auch in den Jahren danach beklagten Bewohner immer wieder, dass es zuwenige Spiel- und Grünflächen gebe.

Mit dem Spielplatz wird nun etwa ein Viertel der Fläche aufgewertet, für die die Studenten damals planten. Auf dem Übersichtsplan gibt es auch Ideen für die anderen Flächen, darunter ein Ruhebereich mit speziellen Bänken, ein Spielhügel sowie Felder für Streetball und Baseball. Doch dafür gibt es im Moment kein Geld im städtischen Haushalt .

Auch interessant

Kommentare