Hanau Kriminalität

Videoüberwachung im Gespräch

Polizei und Stadt erwägen, an ausgewählten Orten eine Videoüberwachung zu installieren. Studierende des Fachs Geographie wollen in den nächsten vier Wochen Hanauer zu ihrem Sicherheitsempfinden in der Stadt befragen.

In Hanau könnte in Zukunft an einzelnen öffentlichen Plätzen Videoüberwachung installiert werden. Ordnungsamtsleiter Thorsten Wünschmann und der Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, Hans Günter Knapp, berichteten am Mittwoch von Überlegungen in dieser Richtung.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sagte, die Stadt sei offen für eine Videoüberwachung, „wenn wir von der Notwendigkeit überzeugt sind“. Dabei gehe es nicht um eine „24-Stunden-Überwachung der ganzen Stadt“, sondern um „ausgewählte Orte, an denen es vernünftig ist“, sagte Kaminsky. Auch Wünschmann, der nach eigenen Angaben bisher ein strikter Gegner von Videoüberwachung war, wies darauf hin, dass es um einzelne Orte gehe. Und falls Kameras installiert werden sollten, werde niemand ständig am Bildschirm sitzen, sagte er. Die Bilder würden dann angeschaut, wenn es um konkrete Ermittlungen gehe.

Videoüberwachung in Bussen ist Gold wert

An einer Stelle hat die Stadt bereits Videokameras eingeführt: in vielen ihrer Busse. „Die Videoüberwachung in Bussen ist Gold wert“, sagte Polizist Knapp, der im Zusammenhang mit der Überwachung vom Platz vor dem Hanauer Hauptbahnhof sprach.

Die drei Männer äußerten sich zur Überwachung im Zusammenhang mit einem Projekt der Justus-Liebig-Universität Gießen. Studierende des Fachs Geographie wollen in den nächsten vier Wochen Hanauerinnen und Hanauer zu ihrem Sicherheitsempfinden in der Stadt befragen. Diese subjektiven Einschätzungen zu Orten und Zeiten wollen sie unter Leitung von René Dang Quoc in Beziehung setzen zur objektiven Sicherheitslage, also zur Kriminalitätsstatistik für Hanau.

Polizei und Ordnungsamt unterstützen die Untersuchung und hoffen, mit den Erkenntnissen ihre Prävention ausbauen zu können. Zahlen muss die Stadt nichts, für die Studierenden ist die Studie Teil des Studiums. ran

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare