Hanau

Telefonica-Geld fließt in Haushalt

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Telefonica hat zum Unmut vieler am Main gefeiert. Die Stadt hatte dadurch Einnahmen. Bis zu 3000 Euro davon seien für die Pflege des Mainufers vorgesehen.

Die Einnahmen, die die Stadt durch die umstrittene Firmenfeier des Konzerns Telefonica am Main in Kesselstadt erzielt hat, sollen in den städtischen Haushalt fließen. Wie eine Sprecherin auf FR-Anfrage mitteilt, wird ein Teil davon – etwa 2000 bis 3000 Euro – für die Pflege des Mainufers eingesetzt. Insgesamt habe die Stadt Hanau 47 000 Euro erhalten.

Die genaue Aufschlüsselung zeigt, wie sich die Zahlung zusammensetzt – und welche Gegenleistungen die Stadt erbracht hat: Demnach zahlte Telefonica 20 000 Euro Miete für das Amphitheater und den Ausfall einer Vorstellung bei den Grimm-Festspielen und 7000 Euro für die Baugenehmigung für das riesige Party-Zelt, das auf den Wiesen für etwa 4000 Telefonica-Mitarbeiter aufgestellt wurde. Hinzu kommen 13 500 Euro für das Grundstück (inklusive Sicherheitsleistung), 5000 Euro für das Mieten der Orangerie und anderer Räume sowie 1000 Euro für Brandschutz und Brandsicherheitsdienst.

ALF erneuert Kritik

Zudem weist das Rathaus auf wirtschaftliche „Synergieeffekte in der Stadt“ hin. So hätten zum Beispiel Hanauer Handwerksbetriebe Aufträge erhalten.

Derweil erneuert die Alternative Linke Fraktion (ALF) ihre Kritik an der Feier und vor allem daran, dass die unter Schutz stehenden Wiesen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die ALF bemängelt auch, dass der Vertrag der Stadt mit Telefonica „längst abgeschlossen“ gewesen sei, als der Ortsbeirat informiert wurde. Allerdings betont die Alternative Linke, sie fordere nicht, den Veranstaltungsort des Bürgerfestes zu wechseln, das ebenfalls auf den Mainwiesen stattfindet.

OB Claus Kaminsky (SPD) hatte zuvor nach einer Abwägung mitgeteilt, dass eine solche private Großveranstaltung an dem Standort ein Einzelfall bleiben werde. Zudem kritisierte er „Horrormeldungen“ der ALF und merkte an, dass das Gras am Mainufer wieder sprieße.

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