Main-Kinzig

Streit um Arbeitslose

Tauber mahnt Pipa zu Sachlichkeit.

Ende des Jahres hat Landrat Erich Pipa (SPD) noch die Erfolge des Kreises bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen gerühmt. Jetzt ist darüber heftiger Streit entbrannt. Während Pipa geißelt, dass der Bund 2012 weniger Geld für Fördermaßnahmen zur Verfügung stellt, rechtfertigt der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber die Reduzierung.

Pro Langzeitarbeitslosem stehen laut Tauber in diesem Jahr im Vergleich zu den Jahren 2006 und 2007 – vor der ersten Finanzkrise – mehr Mittel zur Verfügung. Pipa hatte ausgerechnet, dass das Kommunale Center für Arbeit (KCA) in diesem Jahr 3,2 Millionen Euro weniger an Eingliederungsmitteln vom Bund erhält.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bund die Förderung im Kreis angesichts der guten wirtschaftlichen Lage und der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt um rund2,8 Millionen Euro gekürzt. Insgesamt stehen dem KCA in diesem Jahr 11,2 Millionen Euro für die Förderung von erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfängern zur Verfügung. „Damit können wir nicht in der geforderten Weise in die Langzeitarbeitslosen investieren“, meint Pipa.

Dem Kreis stehen laut Tauber gut 2300 Euro pro Person für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Vor fünf Jahren seien es fast 700 Euro weniger gewesen. Er mahnte Pipa „zu mehr Sachlichkeit“. (chs.)

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