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Die denkmalgeschützten Villen auf dem Ex-Fliegerhorst sollen noch vermarktet werden.

Erlensee

Rätselraten um Käufer

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Die Vermarktung des Ex-Fliegerhorstes läuft offenbar gut. Es gibt einen neuen spannenden Interessenten für den künftigen Gewerbepark. Das Sportzentrum soll 2016 fertig sein.

Dem Zweckverband ehemaliger Fliegerhorst Erlensee ist es offenbar gelungen, einen weiteren „dicken Fisch“ für den künftigen Gewerbepark auf dem Konversionsgelände an Land zu ziehen. „Wir haben einen sehr spannenden Interessenten.“ Mehr will Bürgermeister Stefan Erb (SPD) nicht verraten, solange es nicht unter Dach und Fach ist, der Bewerber sich nicht vorgestellt und der Zweckverband nicht getagt hat. Weder Branche noch die Zahl potenzieller Arbeitsplätze. Die nächste Sitzung des Zweckverbands aus den beiden Städten Erlensee und Bruchköbel ist am kommenden Mittwoch.

Auch sein Bruchköbeler Amtskollege Günter Maibach (CDU) will sich vor nächster Woche nichts entlocken lassen: „Solange das nicht spruchreif ist, halten wir uns an unsere Absprachen, um die Ansiedlung nicht zu gefährden. Es geht hier schließlich nicht um drei-Euro-fünfzig.“ Aber die Zahl der entstehenden Arbeitsplätze sei „gut“, sagt er.

Achim Knips, Sprecher der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern kann auch nur rätseln. Er selbst habe etwa der Betreiberin des Frankfurter Flughafens Fraport den ehemaligen US-Flugplatz „bis zum Abwinken“ angedient. Aber die hätten bislang kein Interesse. „Die Fraport ist es nicht“, sagt Maibach.

Gut 50 Prozent der Flächen seien inzwischen vermarktet, so der Bürgermeister. Trotz Hürden wie Denkmal- und Lärmschutz und die Kampfmittelräumung. Zwei Drittel der Fläche liegen auf Erlenseer, ein Drittel auf Bruchköbeler Gemarkung.

Bürgermeister schweigen beharrlich

Rund 100 Hektar des ehemaligen Militärgeländes werden von den zwei Kommunen in Gestalt des Zweckverbands eigenverantwortlich vermarktet. Die Vermarktung des Logistikbereichs sei weitgehend abgeschlossen. „Aber es sind noch Büro- und Gewerbeflächen zu haben“, wirbt er.

Nicht geheim, aber ebenso spannend und obendrein erfreulich zumindest für die Fußballer des 1. FC 06 Erlensee: Der Kaufvertrag zwischen dem Zweckverband und der Stadt Erlensee über die Flächen für die neue Sportanlage steht auf der Tagesordnung der kommenden Zweckverbandssitzung und soll jetzt abgeschlossen werden. Die Anlage soll auf fünf Hektar im Bereich der neuen Zufahrt im Nordosten vom Baumarkt her entstehen. Der gesamte ehemalige Fliegerhorst Langendiebach wird von hier aus über den bestehenden Kreisverkehr an der L 3193 im Nordosten völlig neu angeschlossen. Bislang verlief die Hauptzufahrt über die Straße Am Fliegerhorst durch die Markwaldsiedlung.

Für die Flächen der Sportanlage mit vier Fußballplätzen nimmt die Stadt laut Stefan Erb knapp 210 000 Euro in die Hand. Das Gesamtinvestitionsvolumen liege bei rund 4,3 Millionen Euro, davon zahle das Land einen Teil. „Wir kaufen die Fläche als Stadt zum selben Preis, den wir als Zweckverband der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gezahlt haben“, erklärt Erb in seiner Doppelfunktion als Bürgermeister und Chef des Zweckverbands. „Das ist null auf null.“

Die Fußballer mit 320 Aktiven, vor allem Kindern und Jugendlichen, bräuchten mehr Platz, die bisherige Anlage mitten in der Stadt an der Konrad-Adenauer-Straße platze aus allen Nähten. Im Januar sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, damit spätestens Mitte 2016 der Ball rollen könne.

Der Zweckverband tagt am Mittwoch, 5. November, 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Bruchköbeler Rathauses.

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