Neue Heimat an historischer Stätte

  • Gregor Haschnik
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Bau des Gemeindezentrums der Wallonisch-Niederländischen Kirche in der Gärtnerstraße rückt näher

Die Pläne für das neue Gemeindezentrum lösen bei Torben W. Telder Vorfreude aus: „Wir können wieder näher an unsere Kirche in der Französischen Allee heranrücken und bekommen mehr Platz – an einem historisch interessanten Ort“, sagt der Pfarrer der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde. Die Kirche ist ihrem Wunsch jetzt einen großen Schritt nähergekommen: Erst hat der Magistrat einem Erbbaurechtsvertrag zugestimmt. Der Vertrag regelt, dass die Stadt der Kirche in der Gärtnerstraße das Grundstück auf der Rückseite des Kinopolis für 99 Jahre überlässt. Jetzt hat die Stadtverordnetenversammlung die Vorlage einstimmig gebilligt. Somit kann das Zentrum in der Gärtnerstraße entstehen. Es werde eine „positive Strahlkraft für das gesamte Quartier“ entwickeln, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

„Wenn unsere Quellen stimmen, hatte unsere Gemeinde auf dem Areal in der Gärtnerstraße im 17. Jahrhundert eine Schule“, erzählt Pastor Telder. Und Anfang des 19. Jahrhunderts habe der Gemeindepfarrer in der Straße gewohnt.

Mit den „schönen und schlichten“ Entwürfen für das neue Zentrum ist Telder zufrieden, „weil sie uns für viele verschiedene Gruppen Räume bieten, die sich bei Bedarf vergrößern lassen“. Außerdem soll der Neubau barrierefrei werden. Die Pläne sehen ein zweigeteiltes Gebäude vor: einen kleineren Büro- und einen größeren Gemeindetrakt. Ein Glaskubus verbindet die Bereiche.

Herzstück soll ein Multifunktionssaal sein, der über zwei Geschosse verläuft und sich durch Trennwände in fünf Räume unterteilen lässt. Die Nähe zur Kirche sei besonders für Veranstaltungen vor oder nach Gottesdiensten wichtig, sagt Telder.

Die Nutzfläche des geplanten Gemeindezentrums ist rund 1000 Quadratmeter groß; mit der Grünfläche und den Stellplätzen stehen der Kirche insgesamt 1500 Quadratmeter zur Verfügung.

Das alte Zentrum der Gemeinde in der Dammstraße war im vergangenen Jahr abgerissen worden, unter anderem weil es zu klein geworden war und weil die angrenzende Kindertagesstätte der Kathinka-Platzhoff-Stiftung erweitert wird.

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