Migranten in die Wehr

  • Jochen Dietz
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Bisher engagieren sich nur wenige Menschen mit ausländischen Wurzeln in der Freiwilligen Feuerwehr. Jetzt setzt der Brandschutzchef auf den Ausländerbeirat.

Die Freiwilligen Feuerwehren in Hanau wollen sich noch mehr für Menschen mit ausländischen Wurzeln öffnen. Brandschutzchef Peter Hack: „Wir suchen neue Wege, um noch mehr Migranten für das Ehrenamt Feuerwehr zu interessieren.“

Als Mittler habe nun der Ausländerbeirat gewonnen werden können, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Werbung für die Feuerwehr könne nur gelingen, ist Hack überzeugt, „wenn wir Migranten in den Prozess einbeziehen und ihre Sicht auf die Feuerwehr berücksichtigen“. Die Vielfalt der Hanauer Stadtgesellschaft spiegele sich noch nicht in der Feuerwehr wider. „Das wollen wir ändern und zwar gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Ausländerbeiratsmitglieder wollen nun dazu beitragen, Zuwanderern die Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen die Feuerwehr bietet, um sich in ihrem sozialen Umfeld zu engagieren.

Das hohe Vertrauen, das der Feuerwehr in Deutschland entgegengebracht wird, sei nicht in allen Herkunftsländern der Menschen selbstverständlich. Migranten müssten das System Feuerwehr besser kennenlernen, um für sich die Chancen dieses verantwortungsvollen Ehrenamts zu entdecken, heißt es. jo

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