Main-Kinzig

Wo der Kreis überall drinsteckt

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Wo der Landkreis überall beteiligt, Mitglied oder Eigentümer ist, kann jetzt jeder auf dessen Homepage einsehen. Der Beteiligungsbericht liegt vor. Allerdings der für 2012. Neu dazu gekommen ist damals die gerade gegründete Breitband Main-Kinzig GmbH.

Der Beteiligungsbericht des Main-Kinzig-Kreises für das Jahr 2012 steht nun auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises. Als Druckwerk ist er 300 Seiten dick und listet die vielfältigen Angebote der Einrichtungen, die dem Kreis gehören, auf.

Bis in die kleinsten Verästelungen ist aufgedröselt, wo der Main-Kinzig-Kreis seine Finger im Spiel hat, wo er Eigentümer, Mitglied oder beteiligt ist: Vom Kommunalen Center für Arbeit, über die Sparkassen Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern, die Main-Kinzig-Kliniken, die Kreisverkehrsgesellschaft, die Gasversorgung Main-Kinzig, Vereine, Verbände, Zweckverbände, Landkreistag, Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain, Rhein-Main-Verkehrsverbund bis hin zu den Zweckverbänden Tierkörperbeseitigung Hessen-Süd oder Erholungsanlagen beim Stausee Kinzig.

Aber auch im Sozialen ist der Kreis vielfach beteiligt, wie etwa beim Verein Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Main-Kinzig oder dem Landeswohlfahrtsverband. „Jeder Bürger kann sich selbst ein Bild davon machen, wie und in welchen Bereichen sich der Kreis engagiert“, erläutert Landrat Erich Pipa (SPD).

Neu hinzu kam die Breitband Main-Kinzig GmbH, die als Unternehmen im Jahr 2012 gegründet wurde. Weil sie bis zum Jahresende gemeinsam mit dem Regionalversorger M-Net praktisch den gesamten Kreis ans schnelle Internet anschließt, verspricht man sich in Gelnhausen eine flächendeckende Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises.

Die aufgeführten Beteiligungen seien Ausdruck politischer und sozialer Mitverantwortung, heißt es aus der Kreisverwaltung. Energie, Verkehr, Bevölkerungsentwicklung: Der Bericht dokumentiere auch die langfristigen Planungen und Strategien der Daseinsvorsorge. Die verschiedenen Bereiche sind unterteilt in die 20 größeren Beteiligungen – sowie die sonstigen Beteiligungen und Mitgliedschaften, an denen der Main-Kinzig-Kreis mit weniger als 20 Prozent beteiligt ist.

Ein wertvolles Nachschlagewerk

Die Kreistagsopposition sieht keinen Anlass zur Kritik: „Das ist ein sachlicher Bericht, den wir zur Kenntnis nehmen und im Prinzip als Nachschlagewerk benutzen“, sagt CDU-Kreistagsfraktionsgeschäftsführer Markus Jung. „Das Dokument hat keine politische Dimension, sondern beschreibt einen Ist-Zustand.“ Das Problem sei nur, dass diese Berichte eigentlich schon veraltet seien, wenn sie veröffentlicht werden.

So war der Kreis 2012 noch Mitglied im Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main, verließ ihn jedoch zwischenzeitlich und trat ihm erst zum Jahresbeginn 2014 wieder bei. Laut Pipa schied man 2013 vorübergehend aus, weil der Kreis zeitweise für Regional- und Interessenverbände Beiträge zahlte, die dieselben Ziele verfolgen, etwa bei der Wirtschaftsförderung.

Jung ermuntert jeden interessierten Bürger, da mal einen Blick hinein zu werfen. „Das ist auch für jeden Kommunalpolitiker, für jedes Gemeinderatsmitglied interessant, allein schon für das Verständnis.“ Er verweist etwa auf die Kreiswerke oder die Main-Kinzig-Gas, „die ja durchaus ins Alltagsleben von uns allen hineinwirken“.

Das Dokument kann jeder Interessierte von www.mkk.de unter Stichwort „Aktuelles“ und dann „MKK in Zahlen“ herunterladen. Im Main-Kinzig-Forum liegen Exemplare ebenso zur Einsicht bereit wie in den Rathäusern der 29 Städte und Gemeinden des Kreises.

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