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Golfhotel mit Handicap

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Verzicht auf Schadenersatz gefordert.

Das 4-Sterne-Hotel entweder nach dem Gütevorschlag der Gemeinde bauen oder das Baugenehmigungsverfahren komplett neu aufrollen mitsamt Gutachten und Offenlegung: Diese Optionen sind die Empfehlungen des Haupt- und Finanzausschusses, der sich am Donnerstagabend erneut mit dem Hotelprojekt auf Hof Trages und seinem Golfplatz beschäftigte. Die Gemeinde befindet sich im Güteverfahren mit Gutsbesitzer Hubertus von Savigny. Sein ursprünglicher Bauantrag beinhaltet nicht nur das Hotel, sondern auch den umstrittenen Ausbau des Golfplatzes, den zunächst ein Bürgerentscheid verhindert hatte. Das Verwaltungsgericht hatte den Entscheid jedoch wegen formaler Fehler kassiert. Savigny könnte nun die 9-Loch-Anlage durchsetzen oder Schadensersatz einklagen. Beides will er aber nicht, er will nur noch das Hotel bauen.

„Der Gütevorschlag besitzt rechtliche Detailprobleme“, berichtete Ausschussvorsitzender Manfred Kirschnung (SPD). Konkret äußerte er sich nicht, die Sitzung war nichtöffentlich. Savigny sagte der FR, es gehe um die von der Gemeinde gewünschte Haftungsfreistellung, also den Verzicht auf Schadensersatz. „Diese Erklärung lag als Schreiben einer E-Mail bei.“ Offenbar sei sie bei den Anwälten der Gemeinde hängengeblieben und habe die Ausschussmitglieder nicht erreicht. Savigny setzt auf eine Klärung bis zur Gemeindevertretersitzung am 3. Februar. Er strebt noch zum Fristende 10. März eine Einigung an. Die Neueröffnung des Genehmigungsverfahrens könnte gut ein Jahr Verzug bedeuten.

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