Hanau

Freie Flächen vermarkten

  • schließen

Projekt „innenstattaußen“ gestartet.

Leerstehende Läden in Seitenstraßen, Billigshops in bester Lage, Baulücken mitten in der Stadt – das wollen die Stadt und die Deutsche Gesellschaft für Immobilienentwicklung (dgi) mit dem Projekt „innenstattaußen“ verhindern. Das Ziel: Flächen mit Potenzial erkennen, dokumentieren, besser nutzen und vermarkten. Dies soll mithilfe des „Kommunalen Immobilienportals Hanau“ (KIP) erreicht werden.

Im Gegensatz zu anderen Portalen unterscheidet es bei den Potenzialflächen nicht zwischen Grundstück oder Immobilie, Mieten oder Kaufen, Wohnung oder Gewerbe. Hier richtet sich KIP allein nach den Kriterien „Neunutzung“ und „Umnutzung“. Fachleute aus der Region und Eigentümer sollen das Portal mit Grundstücks- und Immobilienangeboten in Hanau füttern. Bei der Vermarktung wollen sie nicht zuletzt neue Möglichkeiten der Nutzung aufzeigen.

In der dgi haben sich Unternehmen aus Hanau und Umgebung zusammengeschlossen, um sich branchenübergreifend der Stadtentwicklung zu widmen, darunter die Baulandentwickler von Terramag, das Planungsbüro Klaus Heim und der Immobilienportalbetreiber Wunschgrundstück. Das Projekt, das von Thomas Müller von Terramag geleitet wird, beschränkt sich zunächst auf die Kernstadt, soll nach einer Testphase aber auf die Stadtteile ausgeweitet werden.

Die Stadt Hanau will sich dabei als Mittler zwischen Eigentümer und Interessent anbieten. „Unser Ziel muss es sein, nach Möglichkeit jedem Interessenten eine passende Fläche oder Immobilie zeigen zu können“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Er hoffe auf eine rege Beteiligung, so Kaminsky. Die Begleitung und Beratung der Eigentümer auf der Suche nach besseren Nutzungsmöglichkeiten für ihre Immobilie bleibe zunächst kostenfrei.

Mehrere Vorteile

Projektleiter Thomas Müller von Terramag sagt, innenstattaußen biete mehrere Vorteile: „Der Besitzer kann seine Immobilie oder Fläche werthaltiger nutzen oder besser vermarkten. Die Nachbarschaft wird in aller Regel durch die Nutzung aufgewertet.“ Die gesamte Stadt gewinne an Attraktivität. „Die normalen Immobilienportale im Internet, aber auch die Anzeigenschaltung an anderer Stelle scheitert schon an der eindeutigen Klassifizierung der Flächen“, sagt Müller.

Das Projekt begann mit einem Workshop, bei dem Immobilienfachleute und Mitarbeiter der Abteilung Stadtentwicklung Flächen mit Potenzial ermittelten. Nach Angaben der Stadt kamen sie auf 62 einzelne Flächen beziehungsweise Immobilien mit einer Größe von insgesamt 15,5 Hektar. Die Workshop-Teilnehmer seien sich darin einig gewesen, dass die noch nicht ausgemachten Freiflächen noch einmal oder sogar zweimal so groß seien.

Die Bürger sollen mithelfen, Grundstücke mit Potenzial zu finden. Auch wenn sie nicht selbst Eigentümer sind, können sie Hinweise geben. Dazu soll in dem Immobilienportal ein sogenannter Potenzialflächenmelder freigeschaltet werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.kip-hessen.de/hanau.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare