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Bei schönem Wetter immer proppevoll: Das Mainufer beim Bürgerfest.

Hanau

Fest mit vielen Vereinen

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Bis zu 100.000 Besucher werden beim Bürgerfest von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. September, erwartet. Der Eintritt ist nur mit Bändchen möglich.

Der Schwerpunkt der 56. Auflage des Bürgerfestes von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. September, ist den Stadtteilen Großauheim und Wolfgang gewidmet, die vor 60 Jahren wegen der Gebietsreform nach Hanau eingemeindet worden sind. In einem Ausstellungszelt wird zu diesem Ereignis eine multimediale Zeitreise geboten. Auf dem Festgelände, der Mainwiese bei Schloss Philippsruhe werden allein mehr als 60 Vereine für Verköstigung sorgen und zu einem vielfältigen Programm beitragen, hinzu kommen noch rund 30 gewerbliche Standbetreiber etwa für die Gastronomie.

Zu dem Fest, das die Stadt einst ihren Bürgern zum Dank für die Hilfe beim Wiederaufbau nach 1945 schenkte, werden laut Cheforganisator Bernd Michel bis zu 100 000 Besucher erwartet. Der Geist früherer Bürgerfeste soll erhalten bleiben, so OB Claus Kaminsky (SPD). Er wird am Freitag gegen 18.30 Uhr offiziell eröffnen.

Wie im Vorjahr wird das Einlassbändchen, das für einen Tag drei und fünf Euro für alle drei Tage kostet, wieder zur Grundausstattung der Festbesucher gehören. Mit dieser Einnahmequelle soll die vor gut zwei Jahren vorgenommene Budgetreduzierung auf 150 000 Euro kompensiert werden. Damals unterzog sich die Stadt dem Entschuldungsprogramm des Landes.

Der Besucher akzeptiert den Obolus, so Michel. „Die Diskussion um den Eintritt wird immer weniger.“ Bis gestern seien bereits knapp 1000 Bändchen im Vorverkauf weggegangen. Die Einnahmen aus dem Eintritt kommen nicht der Stadtkasse zugute, sondern vielen sozialen Zwecken, sagt Michel.

Edi-Petry-Stiftung ist Nutznießer

Einer der größeren Nutznießer in diesem Jahr wird die Großauheimer Edi-Petry-Stiftung sein. Die vor 50 Jahren als Armen- und Krankenhilfe gegründete Stiftung erhält fünf Prozent aus den Nettoeinnahmen. Vereine, die sich mit Programm am Fest beteiligen, erhalten 150 Euro pro Tag, sagt Michel. „Vereine gestalten das Fest und sie müssen daher auch am Gewinn partizipieren.“ Vereine, die auf dem Bürgerfest nur Umsatz machen, zahlen hingegen für einen Kaffee & Kuchen-Stand 150 Euro und bei Bierausschank und anderem 600 Euro Miete. Bei hoher Besucherzahl gibt es jedoch eine Rückvergütung von bis zu 25 Prozent der Standmiete, so Michel.

Auch wenn im vergangenen Jahr vereinzelt Vereine über die Miethöhe gestöhnt haben, weil das kühle Wetter nicht den erhofften Umsatz brachte, hält Michel die Gebühr zur Kostendeckung und als Regulativ für unverzichtbar.

Mit der Einführung des Eintritts sind zudem einige Sorgen des Cheforganisators und der Polizei offenbar viel kleiner geworden. An den drei Festtagen gehe es friedlicher zu, Exzesse wegen größerer, selbst mitgebrachter Alkoholmengen seien vorbei, so Michel. Die Einlasskontrollen würden deshalb auch sehr ernst genommen. Zur allgemeinen Sicherheit müssten die Besucher auch mit Taschen- und Rucksackkontrollen rechnen. Ob diese stichprobenartig oder bei allen Festbesuchern vorgenommen werden, stand gestern noch nicht fest.

Dass Bürgerfest verstand sich immer schon als ein Ort der Teilhabe und Begegnung für alle Bewohner der Stadt. Auch die in der Stadt lebenden Flüchtlinge werden hiervon nicht ausgenommen. Bis zu 16 Asylsuchende werden Dienst an der Einlasskontrolle schieben und ein Team wird am Tretbootrennen teilnehmen, auch um Geld für den Kidsclub auf der Wolfgänger Sportsfield Housing zu sammeln. Dort befindet sich die Flüchtlingssammelunterkunft der Stadt. Die Initiative zu beidem sei vom Flüchtlingskoordinator der Stadt ausgegangen, berichtet Michel.

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