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Etwa 400 Schönecker bildeten im Frühjahr zur Feier des Jubiläums auf dem Sportplatz die Zahl „1175“.

Schöneck

Euphorie nach dem Festjahr

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Kilianstädten zieht rundum positive Bilanz der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Am liebsten würden sie schon im kommenden Jahr das nächste Jubiläum feiern. So scheint es fast, denn groß ist die Euphorie der Schönecker nach dem Festjahr zum 10175-jährigen Bestehen von Kilianstädten. Gestern zogen die Macher Bilanz, und zwar eine rundum positive.

„Ich kann nur allen dafür danken, dass dieses Rundumpaket von Veranstaltungen so super gelungen ist“, erklärt Bürgermeisterin Cornelia Rück (SPD). Es sei ein Zeichen des Zusammenrückens in Schöneck gewesen, denn nicht nur Kilianstädter feierten und packten mit an. Auch aus Büdesheim und Oberdorfelden sei Unterstützung gekommen.

„Das Fest hat Kilianstädten richtig gut getan“, schwärmt Rück. Aus den Einnahmen des Verkaufs von Speisen und Getränken blieben sogar unterm Strich 8500 Euro übrig, die die Vereine nun der Gemeinde zur Verfügung stellen. Sie sollen in Sitzgelegenheiten und Beschilderungen eines Schöneck-Rundweges fließen. „Von den Vereinen für ihre Gemeinde, von Bürgern für Bürger“, lobt die Bürgermeisterin. Gerade auch wegen der klammen Kassenlage. „Die Vereine hätten das Geld auch gut selbst gebrauchen können.

Solidarisches Miteinander

„Ohne all die Bürger, die neben den Vereinen ehrenamtlich und spontan halfen, hätten wir ganz schön strampeln müssen“, sagt Arthur F. Unkrich. Auch er lobt das neu entdeckte Miteinander. „Das war mehr als nur ein Jubiläum.“ Und man habe alle Unkenrufe im Vorfeld widerlegt, wie „ihr macht Miese“, „ihr kriegt keine Leute zusammen“, „das wird nix“ und so fort.

Fast aus einer Bierlaune heraus sei vor einem Jahr die Idee entstanden, das Jubiläum angemessen zu feiern, erinnert sich Unkrich. Feuerwehr, Fußballer und Turngemeinde seien die maßgeblichen Triebfedern dafür gewesen.

Dass es so gut geklappt hatte freut die Kilianstädter umso mehr, weil sich vor wenigen Jahren der Vereinsring aufgelöst hatte. „Das war kein Ruhmesblatt für die Schönecker Vereine“, so Unkrich selbstkritisch. Er saß selbst im Vorstand des Vereinrings. „Aber das ist Schnee von gestern, wir blicken nach vorne.“ So soll es einen Vereinsstammtisch auch weiterhin geben und mit dem Schöneck-Rundweg habe man ja auch schon wieder das nächste Projekt im Auge.

Allein die Zahlen der Festlichkeiten sind eindrucksvoll: Beim Festwochenende vom 27. bis 29. Juni wurden 2500 Liter Getränke ausgeschenkt, der Festumzug mit 29 Zugnummern hatte 450 Teilnehmer, 210 Helfer leisteten 660 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Insgesamt kommt das Orga-Team auf eine Gesamtsumme von rund 3100 Stunden ehrenamtlicher Arbeit bei mehreren Veranstaltungen sei Mai.

Zum erklecklichen Festerlös hatte auch der Verkauf des Jubiläumsbiers „anno 839“, des Jubiläumsbrotes und der Jubiläumswurst durch die örtlichen Metzger und Bäcker beigetragen, die ebenfalls ihre Einnahmen spendeten. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen, wenn Büdesheim 2017 sein 1200-jähriges Bestehen feiert und Oberdorfelden im Jahr 2018 sein 1250-jähriges.

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