In Großauheim läuft die Stadtteilentwicklung bereits. Dabei soll auch das Mainufer aufgewertet werden.
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In Großauheim läuft die Stadtteilentwicklung bereits. Dabei soll auch das Mainufer aufgewertet werden.

Hanau

Bewährtes setzt sich durch

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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  • Elena Müller
    Elena Müller
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Acht Ortsbeiräte haben in den konstituierenden Sitzungen ihre Ortsvorsteher gewählt.

Großauheim/Wolfgang: Im Ortsbeirat 1 hat Reiner Dunkel (SPD) seinen Genossen Gerhard Luber im Amt des Ortsvorstehers abgelöst. Dunkel wurde einstimmig in das Amt gewählt. Er will sich in dem Gremium nach eigener Aussage für den weiteren Ausbau der Konversionsgebiete und die Entwicklung der Hauptstraße und des Rochusplatzes einsetzen. „In manchen Vierteln fehlen Einkaufsmöglichkeiten“, sagt Dunkel. Beim Rochusplatz sei ihm wichtig, dass es einen Entwurf gibt, der die Fahrbahn nicht direkt über den Platz der ehemaligen Kapelle leitet. Dieser Platz solle geschützt werden.

Steinheim: Einstimmig ist Klaus Romeis (CDU), seit 2009 im Amt, erneut zum Ortsvorsteher gewählt worden – obwohl die SPD mit vier Sitzen in dem Gremium künftig genauso stark ist wie die CDU. Doch Romeis hatte die Unterstützung der anderen Fraktionen, und auch die SPD stimmte letzten Endes für Kontinuität. Mit Hans Katzer stellen die Sozialdemokraten Romeis‘ Stellvertreter. Zu den wichtigsten Themen zählen die Aufwertung des Mainufers, die Renaturierung des Hellenbachs, das Jubiläum „700 Jahre Stadtrechte für Steinheim“ im Jahr 2020 sowie die Installation einer Bühne im Schlosshof.

Klein-Auheim: Er hatte mit Jürgen Dräger (SPD) harte Konkurrenz, aber am Ende setzte sich Sascha Feldes (Grüne) durch und wurde mit sechs zu drei Stimmen zum Ortsvorsteher gewählt. Es ist seine zweite Amtszeit und erneut bricht der Ortsbeirat in Klein-Auheim so mit dem Brauch, dass die stärkste Fraktion (in Klein-Auheim ist das prozentual die SPD) den Ortsvorsteher stellt. Feldes war kurz vor der Wahl wegen Plänen für ein geplantes Seniorenwohnheim unter Druck geraten, zeigte sich jedoch zuletzt versöhnlich und kündigte eine konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen an.

Mittelbuchen: Gewinner unter seinesgleichen ist klar der neue und alte Ortsvorsteher von Mittelbuchen, Arnold Hofacker (SPD). Er wurde zum dritten Mal gewählt, in der vergangenen Woche stimmte der Ortsbeirat 4 einstimmig für ihn. In Mittelbuchen hat die Hanauer SPD am meisten Zuspruch erhalten: 44,1 Prozent der Bewohner des Ortsbezirks Mittelbuchen stimmten für die Sozialdemokraten, 48,6 Prozent waren es sogar bei der Wahl zum Ortsbeirat. Woher diese hohe Unterstützung für seine Partei kommt, weiß Hofacker gar nicht genau zu sagen. „In Mittelbuchen war die SPD schon immer stark.“

Innenstadt: Ebenso einstimmig ist Wolfgang Walther (SPD) im Ortsbeirat Innenstadt wiedergewählt worden. Alle 17 Ortsbeiratsmitglieder stimmten für ihn. Walther erwartet sich auch von seiner zweiten Amtszeit ein „respektvolles Verhältnis“ bei der Arbeit im Stadtteilparlament. Neben der Umgestaltung rund um die Wallonisch-Niederländische Kirche und der Arbeit im Freigericht-Viertel sei der Bahnhofsvorplatz ein Thema, das den Ortsbeirat in den kommenden Jahren beschäftigen werde. „Wir warten bei allen drei Themen aber noch auf abschließende Gutachten“, so Walther, erst dann könne es weitergehen.

Kesselstadt/Weststadt: Die Entwicklung des Stadtteils, eine bessere Nahversorgung, vor allem in Alt-Kesselstadt, sowie der Erhalt des Jugendzentrums K-Town werden den Ortsbeirat in dieser Wahlperiode besonders bewegen. Seine Ziele will das Gremium mit einer guten Zusammenarbeit über die Parteigrenzen erreichen. Dafür sorgen soll der neue und alte Ortsvorsteher Reinhold Schreiber (SPD), dessen Fraktion nach ihrem Wahlsieg mit fünf Sitzen stärkste Kraft ist vor der CDU mit drei Sitzen. Bei der Wahl des Ortsvorstehers erhielt Schreiber ein einstimmiges Votum.

Nordwest: Kontinuität herrscht auch im Ortsbeirat Nordwest. Hier wurde Reiner Wegener (SPD) im Amt bestätigt, ebenfalls einstimmig. „Nahe am Bürger“ wolle der Ortsbeirat bleiben, so Wegener. Nach seinen Worten möchte das Gremium dazu beitragen, brachliegende Flächen zu entwickeln und die oft angespannte Verkehrssituation rund um die Kaufmännischen Schulen zu entschärfen. Dort machen den Anwohnern Parkplatzprobleme und ein hohes Verkehraufkommen zu schaffen. Darüber hinaus stehen ein Spielplatz und ein Kleinspielfeld am Baugebiet Venussee auf der Agenda des Ortsbeirates.

Lamboy/Tümpelgarten: Der Ortsbeirat sei nicht für die „große Politik“ zuständig, er müsse sich um die Sorgen und Nöte der Leute im Stadtteil kümmern, sagt der einstimmig wiedergewählte Ortsvorsteher Willy Breitkopf (SPD). Der Beirat wolle sich unter anderem für die Seniorenheime, Kitas und Schulen in Lamboy/Tümpelgarten einsetzen und für Freizeitmöglichkeiten sowie Veranstaltungen sorgen, die das gesellschaftliche Leben bereichern. Die Lebensbedingungen und der Ruf des Viertels sollen sich „weiter verbessern“, so Breitkopf. Und nicht zuletzt will er die „dringend notwendigen“ Nachwuchskräfte für die Stadtteilarbeit finden. Durch die Entwicklung des Cardwell-Areals wird mit weiteren Neubürgern gerechnet.

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