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Jedes Jahr erstrahlt der besondere Adventskalender.

Hanau

Bald gehen die Lichter wieder an

Der Weihnachtsmarkt profitiert von der Kulisse des Neustädter Rathauses.

Von Rebecca Röhrich

Wenn der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln ab Freitag, 28. November, über den Hanauer Marktplatz zieht, dürfte wohl auch der letzte Weihnachtsmuffel, wenn auch kurzzeitig, das eigentümliche Weihnachtsgefühl entwickeln. Denn dann eröffnen die festlich geschmückten Holzhäuschen und bieten weihnachtliche Dekorationen, viele regionale und überregionale Leckereien, Winterkleidung und Kinderspielzeug aus Holz an.

Mehr als 70 Verkaufs- und Gastronomiestände werden sich wieder um das Nationaldenkmal der Brüder Grimm ansiedeln und auch der größte Adventskalender Hessens in Form des Neustädter Rathauses wird zu einer festlichen Atmosphäre beitragen. Die gesamte Fassade des Neustädter Rathauses verwandelt sich dann in einen Adventskalender. Hinter jedem der hell erleuchteten Fenster verbirgt sich ein Märchenmotiv aus den Erzählungen der Brüder Grimm. Jeden Abend um 18 Uhr wird ein weiteres „Türchen“ geöffnet.

Auf der großen Weihnachtsbühne präsentieren in den nächsten vier Wochen Hanauer Vereine, Schulen, Kindertagesstätten und Kirchengemeinden ein vielfältiges Programm. So wird unter anderem das Netzwerk befreundeter Musiker „Skillmates“ aus dem Main-Kinzig-Kreis für einen guten Zweck am Ersten Advent, 30. November, um 18 Uhr und am Zweiten Advent, 7. Dezember, um 18.30 Uhr ihr Programm „Vom Zauber der Weihnacht“ präsentieren.

Mit ihren weihnachtlichen Liedern möchten sie auf die Wiesbadener Stiftung Bärenherz aufmerksam machen, die sich um schwerstkranke Kinder und deren Familien kümmert. Vorher, um 17.15 Uhr, sorgt „Putzperle Trudi“ für Stimmung. Am Samstag, 13. Dezember, um 19.15 Uhr, präsentiert Tenor Julius Meder die schönsten Weihnachtslieder.

Ebenfalls ein Höhepunkt ist die Übergabe des Spendenschecks aus den Erlösen des Hanauer Weihnachtskalenders an Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Samstag, 20. Dezember um 16.15 Uhr. Den gibt es übrigens wieder seit dem 1. November an den üblichen Verkaufsstellen in der Stadt.

Jedes Jahr sehr gut besucht

Auch einen Besuch wert ist der Künstlerweihnachtsmarkt im Foyer des historischen Rathauses. Hier gibt es handgefertigten Schmuck, Bilder und Skulpturen. Auch Kunstwaren aus Keramik, Glas, Papier und Textilien können dort käuflich erworben, oder einfach nur bestaunt werden. Jenseits des großen Weihnachtsmarktes der Stadt Hanau locken kleine, von Kirchen und Vereinen organisierte Märkte an den Adventswochenenden in die Stadtteile. Dort geht alles ein bisschen ruhiger zu.

Los geht es auch dort diesen Freitag, 28. November, mit einem Weihnachtsmarkt im Steinheimer Schlosshof. Die Besucherzahlen des Hanauer Weihnachtsmarktes seien seit Jahren konstant, berichtet Ute Wolf, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Brüder-Grimm-Stadt. Das liege zum einen an dem „kleinen aber feinen Ambiente“ aber auch an der Vielfalt der käuflichen Produkte. „Nur regnen sollte es nicht“, so Wolf, „dann kommen natürlich weniger Besucher“.

Also hoffen die Betreiber und sicherlich auch die Weihnachtsfans auf einen winterlich kalten Dezember mit ein bisschen Schnee.

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