Attraktiv, aber zu laut

Bilanz für erneuerte Strecke der Niddertalbahn

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Niddertal (AGNV) hat während ihrer 50. Tagung eine positive Bilanz des seit gut einem Jahr erweiterten Fahrplans auf der modernisierten Strecke zwischen Bad Vilbel und Stockheim gezogen.

"Trotz gelegentlicher Störungen während der Winterperiode überwiegen die positiven Aspekte mit Sieben-Tage-Verkehr und Direktverbindungen bis Frankfurt Hauptbahnhof", bilanziert der Arbeitskreis, den Elgo Schwaab aus Nidderau 1988 gründete, um die einstellungsgefährdete Bahnstrecke zu erhalten und zu revitalisieren.

Thema für Bahnanrainer, Pendler und die Kommunen bleiben indes Lärm und Gestank der an Werktagen eingesetzten Dieselloks der Baureihe 218, die laut Bahn als Zugpferde für die Doppelstockwagen noch unersetzlich seien. In Schöneck verabschiedeten SPD und Grüne jetzt einen Antrag, bei der Bahn darauf zu drängen, dass auch in den Abendstunden möglichst leisere Triebwagen wie bereits an Wochenenden zum Einsatz kommen. Mit der Neuausschreibung der Verkehrsleistung ab 2011 sollte dies verbindlich festgeschrieben werden.

Als Akzeptanz für die schneller und dichter befahrene Strecke wertet Main-Kinzig-Verkehrsdezernent André Kavai (SPD) die sprunghaft gestiegenen Fahrgastzahlen. Dass sich diese 2008 von 6000 auf 12 000 verdoppelt haben sollen, wie Kavai in einem Schreiben notierte, halten Bahnbenutzern derweil für weit überhöht.

Werner Neumann, Vorsitzender des Bund für Umweltschutz Deutschland in Altenstadt fordert aktuell eine "Abwrackprämie für die Loks und Waggons" auf der Niddertalbahn. Nach den Modernisierungen der Technik und Bahnsteige sei es an der Zeit für modernes Zugmaterial.

Ein Alternative zu den alten DB-Loks rolle auf der Niederelbebahn zwischen Hamburg und Cuxhaven. Laut Neumann handelt es sich um eine dieselelektrische Version von Bombardier mit der Bezeichnung TRAXX P 160 DE. jan

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