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Das Künstlerpaar Anne Pfeifer und Bernhard Kreutzer auf der Baustelle des Kunstwerks „Touching Voltage“ vor dem evangelischen Gemeindehaus in Maintal-Bischofsheim.
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Das Künstlerpaar Anne Pfeifer und Bernhard Kreutzer auf der Baustelle des Kunstwerks „Touching Voltage“ vor dem evangelischen Gemeindehaus in Maintal-Bischofsheim.

Maintal

Maintal: Spannungsvolle Berührungen in Bischofsheim

Mit „Touching Voltage“ steht das erste Objekt in der Reihe Kunst für die Maintaler Stadtteile.

Menschliche Berührung kann etwas auslösen – im Maintaler Stadtteil Bischofsheim wird damit demnächst eine Skulptur zum Leuchten gebracht. „Touching Voltage“ heißt die Plastik aus zwei, mehr als zwei Meter hohen sich kreuzenden Edelstahlbogen in deren Unterseite jeweils ein Leuchtband eingesetzt ist. Berührungsspannung, so die Übersetzung des Namens, ist die Siegerarbeit aus einem Wettbewerb unter dem Titel „Begegnung“, den die Stadt vor drei Jahren auslobte. Eine Jury und die Bewohner:innen des Stadtteils stimmten für das Objekt der Münchnerin Anne Pfeifer.

Interaktive Lichtinstallation in Maintal-Bischofsheim

„Gewöhnlich stehen Kunstwerke nur zum Betrachten im öffentlichen Raum, bei meiner Lichtinstallation wird der Betrachter selbst Teil des Kunstwerks“, sagt Pfeifer. Dabei ist der interaktive Charakter von „Touching Voltage“ auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

„Sich Treffen und Berühren“, beschreibt Pfeifer die Idee. Bestenfalls fassen sich mehrere Menschen an die Hand und die äußeren Personen der Reihe je an einen der Bogen – und schon macht es „Pling“, über den Köpfen gehen die beiden mit LEDs bestückten Lichtbänder an. Die Personen schließen bei Berührung einen Stromkreis. „Die Spannung ist in keinster Weise gefährlich“, sagt Pfeifer. Allerdings braucht es keine Gruppen aus mehreren Leuten, auch Singles können das Objekt aktivieren. Auch das kann für den Solisten einen tieferen Sinn haben. Die Installation soll bei den Nutzer:innen ein Nachdenken über die Bedeutungen von „sich Treffen und Berühren“ auslösen. Die Intention des Kunstwerks hat mit Corona-Pandemie gewiss noch einmal eine Steigerung erfahren.

Das Projekt

Die Stadtteilleitbildgruppe Maintal kulturell hatte 2017 initiiert, in allen vier Stadtteilen unter Bürgerbeteiligung ein Kunstwerk aufzustellen.

Förderung von Kunst im öffentlichen Raum und Identität schaffen, hieß die Begründung dafür.

In Wachenbuchen wird das nächste Objekt stehen, „Glacial Erratic“ von der Künstlergruppe Siebler/Wanke aus Weimar. Hierbei handelt es sich um drei aufgeschnittene große Findlinge mit Edelstahlplatten als Spiegel. sun

Maintal-Bischofsheim: Ausschreibung für identitätsstiftendes Kunstwerk

Mehr als 70 Bewerbung soll es zu der Ausschreibung für ein identitätsstiftendes Kunstwerk in Bischofsheim gegeben haben. Eine Jury traf die Vorauswahl, final stimmten im Oktober 2018 die Bürger:innen im Stadtteil ab. Als Standort für die Plastik war der Vorplatz des Bischofsheimer Bürgerhauses vorgesehen. Diese Entscheidung war jedoch bald hinfällig geworden, weil die Stadtverordneten sich nach langer Diskussion nicht für die Sanierung, sondern für den Abriss der in die Jahre gekommenen Veranstaltungsstätte entschlossen hatten. Für den Neubau nebenan gibt es noch keinen Termin.

Somit fand sich ein Platz für „Touching Voltage“ in der jüngst fußgängerfreundlich sanierten Straße Alt Bischofsheim, auf einem kleinen Platz am Evangelischen Gemeindehaus. Vis-à-vis liegt der historische Dorfplatz mit Brunnen und Sitzgelegenheiten. Der Ort wird zudem freitags von den Beschickern des Wochenmarkt genutzt. Vor der großflächigen Giebelfassade wirkt das nach Berührung verlangende Kunstobjekt jedoch etwas unauffällig.

Von „Touching Voltage“ steht ein Pendant in Fürstenfeldbruck

Die 34-jährige Anne Pfeifer, die mit dem Absolventen der Münchner Filmhochschule, Bernhard Kreutzer, zusammenarbeitet, hat mit ihren oft originell anmutenden Objekten zahlreiche Ausstellungen bespielt, bis nach Südkorea, sowie Preise und Stipendien gewonnen. Von „Touching Voltage“ steht ein Pendant in Fürstenfeldbruck – allerdings nicht aus geschwungene Bogen, sondern aus vier übermannshohen Stelen und es heißt „Let It Be Light“.

„In Maintal den Wettbewerb gewonnen zu haben, ist für uns eine tolle Auszeichnung“, sagt Pfeifer. Es sei zudem ein „supergutes Projekt für den Einstieg zu mehr Kunst am Bau“, heißt es von dem Künstlerduo.

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