Bruchköbel

Spannendes Rennen um Rathaus-Spitze in Bruchköbel

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Gleich sieben Kandidaten treten im Rennen um die Nachfolge von Amtsinhaber Günter Maibach (CDU) in Bruchköbel an. Drei davon aus den Reihen der Christdemokraten.

Im Main-Kinzig-Kreis wird eine der spannendsten Bürgermeisterwahlen seit Jahren erwartet: An diesem Sonntag treten in der 20 000-Einwohner-Stadt Bruchköbel gleich sieben Kandidaten im Kampf um die Nachfolge von Günter Maibach (CDU) an, der sich mit 65 Jahren nach zwölf Jahren im Amt zurückzieht. Die Kandidaten sind Daniel Weber (CDU), persönlicher Referent Maibachs, der Verwaltungswirt Patrick Baier (Bruchköbeler Bürgerbund), Buchhändler Perry von Wittlich (SPD), der Verwaltungsbeamte und frühere hauptamtliche Stadtrat Uwe Ringel (Grüne), die Kriminalhauptkommissarin und Verwaltungswirtin Sylvia Braun (FDP), der Kaufmann Thomas Sliwka (unabhängig) und Dietmar Hussing (unabhängig), der in der Bruchköbeler Stadtverwaltung für Senioren und Geflüchtete zuständig ist.

Wahrscheinlich wird es zu einer Stichwahl kommen. Wer die besten Karten hat, lässt sich kaum abschätzen. Das liegt besonders daran, dass neben Weber pikanterweise auch Sliwka und Hussing aus der CDU stammen. Sliwka führt in der Stadtverordnetenversammlung die Fraktion der Christdemokraten. In der CDU-internen Wahl unterlag er dem vom Kreisvorstand favorisierten Weber knapp. Auch Maibach, der unter anderem zusammen mit dem Nachbarn Erlensee das Fliegerhorst-Areal entwickelt hat, macht sich für Weber stark. Sliwka bekam nur eine Stimme weniger. Um die Kampfabstimmung und den Umgang mit dem Fraktionschef wurde in der CDU lange gestritten.

Hussing, Sohn des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Dieter Hußing, war einst CDU-Fraktionschef in Hanau.

Wer immer auch gewinnt, die Herausforderungen für die neue Bürgermeisterin oder den neuen Bürgermeister sind zahlreich. So ist zum Beispiel der groß angelegte Stadtumbau, für den das alte Rathaus im Zentrum angerissen wurde, ins Stocken geraten, und der Einzelhandel in der Nachbarstadt Hanaus klagt über zu wenig Unterstützung.

Im Parlament hat aktuell die schwarz-rote Koalition mit 20 von 37 Sitzen eine Mehrheit.  

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