Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wenn der Ausstieg zum Spagat wird.
+
Wenn der Ausstieg zum Spagat wird.

Spalt am Bahnsteig klafft weiter

Schöneck Die Bahn lässt sich Zeit mit einer Lösung der Sicherheitsprobleme am Gleis von Kilianstädten

Von Christoph Süß

Die Nutzer der Niddertalbahn müssen weiter auf eine Lösung der Probleme in Kilianstädten warten. Ein Sprecher der Bahn (DB) widersprach zwar gestern der Darstellung des SPD-Abgeordneten Dieter Schulz, das Unternehmen habe am dortigen Bahnsteig auf Anordnung des Eisenbahn-Bundesamts Sicherheitsleute postiert. Gleichzeitig räumte er ein, dass über den Einbau von Trittbrettern in die Züge noch nicht entschieden sei.

„Das prüfen wir“, sagte der DB- Sprecher. Seitdem die Bahn auf der Strecke zwischen Glauburg (Wetterau) und Frankfurt neue Züge einsetzt, klafft an der Bahnsteigkante eine stellenweise über einen halben Meter breite Lücke. Nach Angaben der Vorsitzenden der AG Niddertalbahn, Monika Sperzel (SPD), hatte dort im Februar während der Frostphase ein Schulkind einen Unfall.

Vor zwei Wochen hatten besorgte Eltern und die Leiterin der Bertha-von-Suttner-Schule in einem offenen Brief eine schnelle Beseitigung der Sicherheitslücke angemahnt. Der Bahn-Sprecher zweifelte am Freitag an, dass es diese gebe. Er sprach lediglich von Problemen bei Komfort und Service. „Uns sind keine Unfälle bekannt“, sagte er. Seit Mitte April stünden dennoch die Sicherheitsleute am Gleis in Kilianstädten, um den Reisenden zu helfen.

Vorerst hilft Personal

Das Zusatzpersonal soll so lange am Bahnsteig auf Hilfesuchende warten, bis eine andere Lösung gefunden ist. In den Zügen helfen weiter Zugbegleiter gehbehinderten Menschen mit einer manuell ausfahrbaren Rampe über den gefährlichen Spalt – auch das hatte die Bahn erst auf massiven Druck von Seiten der Fahrgäste und Kommunen eingeführt.

Den Monitor, der es dem Zugführer ermöglichen soll, das Geschehen am gesamten Bahnsteig von Kilianstädten – dieser befindet sich in einer Kurve – zu überblicken, gibt es noch nicht. Eigentlich sollte er schon seit Anfang April vorhanden sein, doch müsse dies noch vom Bundesamt genehmigt werden, so der Bahn-Sprecher. Laut seiner Darstellung ist es unter anderem auch deshalb noch nicht sicher, ob die automatischen Trittbretter kommen.

Derzeit arbeiten Ingenieure an Entwürfen für die Nachrüstung. Nach Schätzungen der Bahn vom Jahresbeginn läge die Kosten dafür im Millionenbereich. Während das Unternehmen die Sicherheitsleute selbst zahle, müsste der RMV als Auftraggeber dann finanziell nachbessern.

Der Kreis und einige Anrainer-Kommunen haben indes aus Unmut über die unbefriedigende Situation vorerst das Gegenteil getan und ihre Beiträge gekürzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare