Main-Kinzig

Skepsis zur Kreisfreiheit

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Die Bürgermeister der 28 Städte und Gemeinden des Kreises teilen nicht alle Hanauer Argumente, sich aus Main-Kinzig zu verabschieden. Vor allem dürfe die Auskreisung nicht zu ihren Lasten gehen.

Die politische Entscheidung, Hanau kreisfrei zu machen, ist zu respektieren und im Sinne der kommunalen Familie konstruktiv zu begleiten: Zu diesem Fazit kommt laut einer gemeinsamen Mitteilung die Bürgermeisterkreisversammlung der 28 Main-Kinzig-Städte und -Gemeinden.

Auch wenn derzeit noch viele Fragen offen seien, dürfe die Umstrukturierung und Auslagerung von Fachämtern und Betrieben aber nicht zu Lasten der 28 verbleibenden Kreis-Kommunen gehen. Ebenso müsse es eine sozialverträgliche Lösung für das Kreis-Personal geben. Die Rathauschefinnen und -chefs stellen fest, dass sie nicht alle Argumente aus dem Hanauer Rathaus teilen. Schließlich habe der Kreis 44 Jahre lang seine Dienste für die Kommunen erbracht, ohne dass es Nachteile für die Menschen gegeben habe.

Dennoch dürfe die Kreiszugehörigkeit der positiven Entwicklung einer Stadt oder Gemeinde nicht im Wege stehen, heißt es weiter. „Es sollte nicht der falsche Eindruck erweckt werden, dass Kreiszugehörigkeit ein Nachteil wäre“, so die Bürgermeister. So werde sich mit der Eigenständigkeit Hanaus am Ende kaum etwas im Sinne der Bürger ändern. Sämtliche Dienstleistungen würden schon jetzt bürgernah und wirtschaftlich angeboten. Die Kooperationen und Synergien der Verwaltungsstrukturen hätten sich bewährt.

Es sei daher noch nicht absehbar und nicht belegt, dass sich das „öffentliche Wohl“ mit der Kreisfreiheit Hanaus derart verbessern werde, um gemäß der Hessischen Landkreisordnung diese angestrebte Neuordnung zu rechtfertigen. jo

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