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Aktueller Stand in Technik und Sicherheit.
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Ludwig-Geißler-Schule

Sicherheitsmängel beseitigt

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Die Ludwig-Geißler-Schule hat einen Teil der Maschinen in ihren Werkstätten ausgetauscht. Die Unfallkasse Hessen hatte sie wegen Sicherheitsmängeln stillgelegt.

Die monatelange Theorielastigkeit hat für Berufsschüler und Jugendliche im Berufsvorbereitungsjahr an der Ludwig-Geißler-Schule (LGS) ein Ende. Gestern war die offizielle Übergabe der mit Dreh- und Fräsmaschinen neu ausgestatteten Werkstätten. Der Stückpreis der Geräte beträgt bis zu 60?000 Euro. In den nächsten Jahren geht es mit dem Austausch von Maschinen weiter. Insgesamt wird der Schulträgerzweckverband für die Hanauer Berufsschule rund 1,2 Millionen Euro ausgeben. Die erste Marge beträgt 400?000 Euro. Der Jubel darüber hielt sich jedoch in Grenzen.

Die Unfallkasse Hessen ordnete im vergangenen Mai eine Stilllegung des Maschinenparks in den Holz- und Metallwerkstätten an. Grund waren „eklatante Sicherheitsmängel“. Not-Aus-Schalter sollen zum Teil nicht funktioniert haben, Gas- und Stromleitungen beschädigt gewesen sein. Schwere Standbohrmaschinen waren nicht ausreichend gegen Umkippen gesichert, Schutzabdeckungen fehlten oder entsprachen nicht der Norm, beim Schnellabschalten stoppten drehende Maschinenteile nicht rasch genug.

Trotz Mahnung weitergemacht

Die Sichtung der Unfallkasse erfolgte im November 2008. Wegen der Mängel wurde eine Mahnung ausgesprochen. Mängel, die mit geringem finanziellen Aufwand hätten abgestellt werden können, blieben jedoch bestehen, erklärte im Mai eine Sprecherin der Unfallkasse gegenüber der FR. Der damalige Schulleiter Dieter Wolf musste dazu nicht mehr Stellung nehmen. Er wechselte drei Monate zuvor in die Kultusverwaltung.

Erst neun Monate nachdem die Unfallkasse der Schule ihren Bericht vorgelegt hatte, erfuhren Ralf-Rainer Piesold (FDP), Schuldezernent in Hanau, und Kreisschuldezernent Günter Frenz (CDU) von der Malaise.

Kreis und Stadt mussten als Träger des Zweckverbandes binnen weniger Wochen für die Ludwig-Geißler-Schule einen Investitionsetat von 1,2 Millionen Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren beschließen. Der Kreis zeigte sich höchst unerfreut, denn an den Beruflichen Schulen Gelnhausen wurde der Maschinenpark zuvor bereits für 1,7 Millionen Euro modernisiert. Auch dort hatte die Unfallkasse Beanstandungen.

„Es kam für uns aus heiterem Himmel“, sagte Piesold gestern. Dank der Vorbereitung der Schule sei ein verkürztes Vergabeverfahren für die neuen Maschinen möglich gewesen. Über die Notwendigkeit der Ausgaben ließ er keine Zweifel aufkommen. „Berufliche Schulen sind teuer, aber wichtig“, notierte er. Mit den neuen Geräten befinde sich die Schule auf dem aktuellen Technikniveau von Unternehmen. Die ausgemusterten und noch zu ersetzenden Maschinen entsprächen dem Industriestandard, wie er vor 20 bis 30 Jahren bestand.

Die Zukunft der Beruflichen Schulen soll mehr in den Blick der Politiker rücken. Piesold kündigte mit dem Kreis einen gemeinsamen Entwicklungsplan für diese Schulen an. Frenz forderte, dass Investitionen an Beruflichen Schulen stärker im Haushalt festgeschrieben werden müssten.

Strenge Auflagen für alle

Diese Worte vernahm der kommissarische Schulleiter Kurt Herget mit Wohlwollen, Er sprach von einer enormen Qualitätsverbesserung in der Berufsausbildung der Modernisierung des Maschinenparks. Die LGS werden nunmehr ihrem Auftrag als Modellprojektschule des Landes Hessen stärker gerecht.

Herget kündigte außerdem an, das Sicherheitskonzept fortzuschreiben. Der betonte jedoch, dass die strengen Auflagen alle Beruflichen Schulen gleichermaßen getroffen hätten.

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