Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Enge Angelegenheit: Im Parkhaus am Frankfurter Tor muss sich Uwe Völker an einer Ecke besonders konzentrieren.
+
Enge Angelegenheit: Im Parkhaus am Frankfurter Tor muss sich Uwe Völker an einer Ecke besonders konzentrieren.

Test Auto Club Europa

Sechs Zweien und zwei Dreien

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
    schließen

Helligkeit, Sicherheit, baulicher Zustand: Dies sind nur ein paar der vielen Kriterien, auf die die Parkhäuser beim Test des Auto Clubs Europa geprüft werden. Sieger ist das Kinopolis-Parkhaus. Mängel gibt es aber trotzdem überall.

Die Tester gingen gewissenhaft vor: Sie kurvten mit dem Auto durch die Parkhäuser und durchquerten sie zu Fuß. Maßen mit dem Zollstock Höhen und Breiten. Bewerteten nach Kriterien wie Helligkeit, Sicherheit, Architektur, baulicher Zustand sowie Kundenfreundlichkeit. Dabei achteten sie unter anderem auf die Verkehrsführung, Farbgestaltung, Treppenhäuser, Kennzeichnung der Fluchtwege und auf die Zahl der Behinderten-, Frauen- und Familienparkplätze.

"Hell, freundlich, sauber"

Acht Hanauer Parkhäuser hat der Auto Club Europa (ACE) getestet: Steinheimer Tor, Kinopolis, Klinikum Süd, Nürnberger Straße, Heinrich-Fischer-Bad, Congress Park Hanau (CPH), Frankfurter Tor und City Center. Das Ergebnis: Das Kinopolis-Parkhaus erhielt mit 105 Punkten die Note zwei und schnitt damit am besten ab. Auf den weiteren Rängen folgen die ebenfalls mit „gut“ bewerteten Häuser am Frankfurter Tor (101 Punkte), Heinrich-Fischer-Bad (99), CPH (94), City Center (92) und Steinheimer Tor (91 Punkte). Für „befriedigend“ hält der ACE die Bedingungen in den Parkhäusern Nürnberger Straße (86) und Klinikum Süd (73).

„Im Vergleich mit anderen getesteten hessischen Städten liegt Hanau damit im oberen Mittelfeld“, sagt Uwe Völker, Regionalbeauftragter des ACE in Hessen. Grundsätzlich lobt er, dass sich alle Häuser mitten in der Stadt befinden und Autofahrer mit Hilfe von Anzeigen darüber informiert werden, wie viele Parkplätze in den jeweiligen Häusern noch frei sind.

Die Parkhäuser am Heinrich-Fischer-Bad und am Kinopolis kamen beim ACE auch deshalb am besten an, weil sie relativ neu sind: „Sie sind hell, freundlich, sauber, die Ein- und Ausfahrt ist in Ordnung und sie sehen optisch einfach gut aus“, sagt Völker. Die Preise dort seien kundenfreundlich. „Am Kinoabend für einen Euro parken oder als Schwimmbadbesucher drei Euro für einen ganzen Tag – das ist vorbildlich“, meint Völker.

Das Gesamtergebnis liege über dem Durchschnitt, sagt Völker. Allerdings gab es „fast überall etwas zu meckern“. So fanden die Tester beim Klassenbesten Kinopolis nur am Boden Kennzeichen für Behindertenparkplätze. Am Frankfurter Tor ist die Markierung den Angaben zufolge teilweise verblasst, ebenso wie im City Center. In der Nürnberger Straße war demnach die Beleuchtung, die auf die Notausgänge hinweist, kaputt. Darüber hinaus entdeckten Völker und seine Kollegen dort sehr viele Schleifspuren an Wänden und Säulen – ein Hinweis darauf, dass die Parkplätze zu klein sind. Und im Klinikum Süd gebe es gar keine Sonderparkplätze.

Alte Häuser in der Regel enger

Als „Grundübel“ machte der ACE die „vielen schmalen Parkplätze“ aus. „Die Autos werden größer und breiter, aber die Parkplätze wachsen nicht mit“, kritisiert Völker und fügt hinzu: „Wie steigt man aus, ohne mit der Tür ein anderes Auto zu beschädigen?“ Deshalb fordert der Club, dass alle Plätze künftig mindestens 2,50 Meter breit sein sollten – und nicht nur 2,30 Meter breit. Letzteres schreibt die Garagenordnung der Bundesländer vor. Sie stammt aus dem Jahr 1973.

Alte Häuser sind in der Regel enger. Der Auto Club Europa rät den Betreibern deshalb, aus drei Parkplätzen zwei zu machen – weiß aber, dass dies für die Allermeisten aus wirtschaftlichen Gründe kaum vertretbar sein dürfte. Doch beim Rundgang im Hanauer City-Parkhaus hat Uwe Völker beobachtet, „dass sich manche Kunden selbst das Recht herausnehmen und sich in der Mitte von zwei Stellplätzen breit machen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare