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Finanziell geht es der Stadt Karben besser.
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Finanziell geht es der Stadt Karben besser.

Haushalt in Karben

Schwarze Bilanz

In Karben darf sich der Kämmerer freuen: finanziell geht es der Stadt immer besser. 2014 wird die Stadt voraussichtlich 50 000 Euro mehr einnehmen als sie ausgibt. Und obwohl fast drei Millionen Euro in die Nordumgehung investiert werden, baut die Kommune Schulden ab.

Von Klaus Nissen

Es ging auf Mitternacht zu. Lange diskutierten die Stadtverordneten am Freitagabend im Petterweiler Bürgerhaus über Schmutzwassergebühren und die Eintrittspreise für das neue Hallenbad. Dann rollte ein Aktenwagen voller Papier vor die Fraktionstische. Jeder Abgeordnete bekam einen 240-Seiten-Wälzer im A4-Format. Über die Feiertage und im Januar müssen sie das vor Zahlen strotzende Werk studieren. Es geht ums Geld, die Verwendung von 36,7 Millionen Euro im nächsten Jahr.

Finanziell gehe es Karben immer besser, sagte der Kämmerer und Bürgermeister Guido Rahn (CDU) bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs. „Nur wenige Städte in Hessen können wie wir zugleich Schulden abbauen und im Ergebnis schwarze Zahlen schreiben“, sagte er.

Schutzschirm wirkt

Wenn 2014 nichts Schlimmes passiert, werde die Stadtkasse rund 50 000 Euro mehr einnehmen, als sie ausgibt. Und das, obwohl sie im nächsten Jahr 2,85 Millionen in die Nordumgehung investiert und zugleich Schulden tilgt. Rund zwei Millionen sollen nächstes Jahr zurückgezahlt werden. Die Zinskosten fallen auf knapp eine halbe Million Euro. In 2014 wird die Stadt demnach auf rund 23 Millionen Euro Schulden sitzen.

Vor drei Jahren waren es laut Rahn noch mehr als 40 Millionen Euro. 16 Millionen Euro übernehme das Land, wenn die Karbener in den nächsten Jahren sparsam wirtschaften. Möglich werde das durch den hessischen Schutzschirm. Dazu gehören etwa kleine Einsparungen. So lässt sich die Stadt ab 2014 von der OVAG mit Ökostrom beliefern und zahlt trotzdem weniger Geld pro Kilowattstunde.

Auch höhere Steuern sollen die Finanzlage der Stadt verbessern. Bei Enthaltung der rot-grünen Opposition machten die Stadtverordneten schon am Freitag den Weg frei für höhere Abgaben der Haus- und Landbesitzer. Sie sollen nächstes Jahr 840 000 Euro zusätzlich in die Stadtkasse einzahlen. Erst vor einem Jahr wurde die Grundsteuer A und B angehoben. Bald beträgt der Hebesatz für Landwirte und Immobilienbesitzer 390 Punkte. Das sei immer noch weniger als in den meisten anderen hessischen Kommunen, warb Kämmerer Rahn um Verständnis.

Plus durch Gewerbesteuer

Allein wegen der guten Konjunktur in diesem Jahr steigt 2014 der Karbener Anteil aus der Einkommensteuer. Guido Rahn rechnet mit ungefähr 700 000 Euro zusätzlich. Die Gewerbesteuer dürfte sogar 850 000 Euro mehr als in diesem Jahr einbringen, teilte er mit.

Bedenklich fand Rahn, dass die Stadt im nächsten Jahr 1,1 Millionen Euro weniger vom Land Hessen überwiesen bekommt. Zugleich müsse sie 714 000 Euro mehr als im laufenden Jahr in Form der Kreis- und Schulumlage an das Friedberger Landratsamt überweisen. Für problematisch hält der Bürgermeister auch die immer höheren Ausgaben für die Kinderbetreuung. Der Betrieb der Kitas koste die Stadt inzwischen ungefähr fünf Millionen Euro.

Ämterfusion spart Geld

Weil die Betreuung der unter Dreijährigen Pflicht geworden sei, müsse Karben inzwischen 79 Stellen für Betreuung finanzieren. Für die vielen anderen Aufgaben der Stadt bleiben da nur 70 Planstellen übrig, klagte Rahn. Somit sei es richtig gewesen, dass Karben und Nidderau in diesem Jahr die Zusammenlegung ihrer Kassenämter beschlossen.

Über den Haushalt 2014 berät der Hauptausschuss am 29. Januar. Das letzte Wort haben am 31. Januar die Stadtverordneten.

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