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Frankfurts OB Peter Feldmann (rechts), Regioverbandschef Ludger Stüve (links) und Schönecks Bürgermeisterin Cornelia Rück (3.v.rechts).
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Frankfurts OB Peter Feldmann (rechts), Regioverbandschef Ludger Stüve (links) und Schönecks Bürgermeisterin Cornelia Rück (3.v.rechts).

Wohnraum

Frankfurt greift ins Umland

  • Jochen Dietz
    VonJochen Dietz
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Die Metropole sucht auch im Main Kinzig-Kreis nach bebaubaren Flächen. Auf einer 4000 Quadratmeter großen Wiese in Schöneck soll nun preiswerter Wohnraum entstehen. Für Menschen, die in Frankfurt arbeiten, dort aber keine Wohnung finden.

Gemeindeeigener Grund, zentral gelegen, gute Verkehrsanbindung, im "Speckgürtel" von Frankfurt und für Wohnbebauung bestens geeignet: Die 4000 Quadratmeter Wiese an der Dresdner Straße in Kilianstädten oberhalb der Feuerwehr erregt die Aufmerksamkeit des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main. Und des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD). Gemeinsam mit Regionalverbandsdirektor und Schönecks Ex-Bürgermeister Ludger Stüve (SPD) und der amtierenden Bürgermeisterin Cornelia Rück (SPD) steht er auf der Wiese im Sonnenschein und freut sich. "Frankfurt platzt aus allen Nähten", sagt Feldmann, preiswerter Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen seien Mangelware. Andererseits brauche die Metropole dringend Fachkräfte, Altenpfleger, Facharbeiter, Krankenschwestern, und Erzieherinnen - also Menschen mit eher kleineren Einkommen. "Wir müssen denen und ihren Familien auch sagen können, wo sie wohnen sollen, wenn wir sie brauchen", sagt Feldmann, der in diesen Wochen nicht nur Schöneck einen Besuch abstattet. Alle Städte und Kommunen in einem Radius von bis zu 45 Minuten Fahrzeit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr um Frankfurt seien da interessant, erklärt auch Stüwe.

Beschlossen ist noch nichts

Laut Schönecks Chef-Stadtentwickler Oliver Dietrich könnten auf der Wiese ein barrierefreies Elf-Familienhaus sowie etwa zehn Reihen- und Doppelhäuser entstehen. In zweieinhalbgeschossiger Bauweise, um das Ortsbild nicht zu beeinträchtigen. Es solle eine "gesunde Mischung", werden. Die Nachfrage nach solchen Häusern sei da.

Es sei nur "ein erster Schritt, was mit dem Areal passieren könnte", erklärt Cornelia Rück. Zwar sei die Fläche zweckgebunden, aber beschlossen sei noch nichts. Dazu müssten die Pläne erst durch die Gremien. Aber Schöneck gehöre nun mal zu den attraktiven Gemeinden im Frankfurter Umland.

Erwartungsgemäß auf mäßige Begeisterung stößt die geplante Bebauung bei den Nachbarn oberhalb der Noch-Freifläche, die sich dann nicht nur von ihrem schönen Blick auf Kilianstädten verabschieden müssten. "Juhu ruft hier keiner", sagt Nachbarin Mirjam Alfers-Weseler. Die Kinder nutzten die Wiese, wo derzeit Material für den Breitbandausbau gelagert wird, als Bolz-, die Feuerwehr als gelegentlichen Übungsplatz. Sie fürchtet zudem Verkehrs- und Parkplatzprobleme, sollte hier für weitere Neubürger nachverdichtet werden. Kilianstädten nehme sich mit der Freifläche eher etwas weg, ist sie überzeugt. "Ich bezweifle, ob hier Wohnraum für kleine Einkommen entsteht, wenn ich sehe, wer hier so wohnt."

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