Schlüchtern

Schlüchtern: Mittelzentrum aufwerten

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Der Main-Kinzig-Kreis und  die Industrie- und Handelskammer (IHK) unterstützen   im „gemeinsamen Schulterschluss“ die Forderung der Stadt Schlüchtern.

Die Stadt im Bergwinkel nimmt laut dem Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz (SPD), eine besondere Stellung ein. „Schlüchtern ist nicht bloß Mittelzentrum, es hat teilweise die Funktion eines Oberzentrums“, teilt er mit. Hintergrund ist der Landesentwicklungsplan, den das hessische Wirtschaftsministerium derzeit auflegt. Schlüchtern sei ein gewachsenes wirtschaftliches, kulturelles und soziales Zentrum. Beispielhafte Projekte sind Stolz zufolge das Kultur- und Begegnungszentrum, die Campuseinrichtung sowie die Kleinmarkthalle.

Der Main-Kinzig-Kreis und ebenso die Industrie- und Handelskammer (IHK) unterstützen laut Stolz im „gemeinsamen Schulterschluss“ die Forderung der Stadt Schlüchtern: als „Mittelzentrum plus im Verdichtungsraum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums“ anerkannt zu werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es Befürchtungen gegeben, dass einige Kommunen im Kreis, darunter Schlüchtern, zu Grundzentren herabgestuft würden. Das wäre mit finanziellen Einbußen verbunden.

Nun ist es weiteren Angaben des Kreise zufolge so, dass im Entwurf zur 4. Änderung des Landesentwicklungsplans steht, dass sich Mittelzentren künftig in ihren Funktionen „zu bewähren haben“. Damit würde ihnen ebenfalls eine Herabstufung drohen. Hiergegen habe der Regionalverband Frankfurt Rhein-Main im Juni 2019 interveniert.

„Schlüchtern liegt zwar nicht im Zuständigkeitsbereich des Regionalverbands“, erläutert Kreis-pressesprecher Frank Walzer. „Allerdings kann man an dem Beschluss sehr gut erkennen, dass zahlreiche Mittelzentren in Sorge sind, die – noch nicht im Detail definierten – Bewährungskriterien stets erfüllen zu können“, sagt Walzer.

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