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Sachtleber hofft auf Wiederwahl

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Stadtrat Ralf Sachtleber sagt, er hoffe auf eine deutliche Mehrheit, hält sich aber ansonsten bedeckt.
Stadtrat Ralf Sachtleber sagt, er hoffe auf eine deutliche Mehrheit, hält sich aber ansonsten bedeckt. © Sascha Rheker

Das Maintaler Parlament entscheidet kommende Woche über die Zukunft des Ersten Stadtrats Ralf Sachtleber. Der Partelose hofft auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Von Christoph Süß

Über die Chancen seiner Wiederwahl in der kommenden Parlamentssitzung am 16./17. September schweigt sich Ralf Sachtleber aus. Der parteilose, hauptamtliche Erste Stadtrat würde seine Arbeit für die Stadt Maintal gerne fortführen, hängt aber vom Wohlwollen der Fraktionen in dem als unstet geltenden Parlament ab. „Ich hoffe auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit, halte mich aber raus“, sagt der Vize-Bürgermeister.

Mit ihrem Vorschlag, Sachtleber könne doch einfach als persönlicher Referent von CDU-Bürgermeister Erhard Rohrbach arbeiten, wollte die Gruppe der Alternativen Maintal (GAM) laut ihrem stellvertretenden Fraktionschef Peter Thrun nur etwas provozieren. Die GAM-Fraktion habe längst erkannt, dass eine Stadt wie Maintal den Posten eines zweiten Hauptamtlichen brauche, wenn wichtige Projekte nicht ins Stocken geraten sollen. Schließlich habe sich Ralf Sachtleber nicht nur um das Thema Bürgerbeteiligung, sondern vor allem auch im Bereich Stadtentwicklung Anerkennung verschafft.

Bei der Stadtentwicklung setzt indes die Kritik der SPD an. Deren Fraktionschef Sebastian Maier will den hauptamtlichen Ersten Stadtratsposten ebenfalls beibehalten, allerdings nicht zwingend mit Sachtleber besetzen, den einst die Grünen vorgeschlagen haben. „Herr Sachtleber hat uns leider kein schlüssiges, städtebauliches Konzept vorgelegt“, sagt Maier.

WAM will keinen Stadtrat

Vor allem im sozialen Wohnungsbau gingen keine Impulse von Sachtleber aus. Und im Bereich Kinderbetreuung trage der Stadtrat zum „Kasperltheater“ des Magistrats bei, meint der SPD-Landtagskandidat.

Die einzige Fraktion, die den Posten des hauptamtlichen Ersten Stadtrats abschaffen will, ist die Wahlalternative Maintal (WAM). Die Partei hat vor einigen Jahren bereits dafür gesorgt, dass es keine hauptamtliche dritte Stelle mehr gibt. Um Sachtlebers Arbeit zu erledigen, sei keine „politische Stelle“ notwendig. Die dadurch eingesparten Beträge könnten beispielsweise für den Erhalt der Büchereien eingesetzt werden, so die WAM.

Die FDP, die sich erst an diesem Donnerstag bei einer Fraktionssitzung mit der Frage befassen wird, hat sich im Mai von Bürgermeister Rohrbach vorrechnen lassen, wie groß das Einsparpotenzial durch einen Wegfall der Stelle wäre. Demnach bewegt sich die Summe im fünfstelligen Bereich, da Rohrbach in diesem Fall einen Referenten einstellen würde. Die FDP schloss deshalb bereits im Vorfeld ihrer Fraktionssitzung aus, die Stelle ganz zu streichen.

Die CDU hat bereits erklärt, Sachtleber wiederzuwählen. Die Grünen werden dies bei der Stadtverordneten-Sitzung beantragen. Gemeinsam mit der CDU, der FDP und der GAM hätten sie eine Mehrheit .

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