+
Bücher locken selbst bei schönem Wetter (Symbolfoto).

Main-Kinzig

Familiäres Schmökern

  • schließen

Die 16. Buchmesse lockt hunderte Besucher trotz Sonnenschein nach Nidderau. Das Kinderprogramm, etwa mit Comic-Zeichnen, läuft direkt gegenüber, im Jugendzentrum „Blauhaus“.

Regionalkrimis, Mundartlektüre, Lebenshilfe, Romane, Kinderbücher, Frauen-Leben, Heimatgeschichtliches, Sachbücher zum Stöbern, Schmökern und Kaufen: Strahlendes Frühlingswetter gilt zwar naturgemäß nicht als Freund einer Buchmesse, die man eher im Herbst verortet. Dennoch ist es am Wochenende ein ständiges Kommen, Verweilen und Gehen.

Mehrere Hundert Besucher lassen sich von der inzwischen 16. Main-Kinzig-Buchmesse in die Willi-Salzmann-Halle nach Nidderau locken, wo 40 meist regionale und lokale Verlage aus der Umgebung ihre Angebote zeigen. Und das Kinderprogramm, etwa mit Comic-Zeichnen, läuft direkt gegenüber, im Jugendzentrum „Blauhaus“.

Die Messe ist klein, aber fein: „Viele Verlage wissen, dass hier nicht der große Umsatz zu machen ist, wir nicht mit der Frankfurter Buchmesse zu vergleichen sind. Aber man kennt sich, es ist familiär“, sagt Julia Huneke von der Stadt Nidderau. Nachmittags schwelle der Besucherstrom erfahrungsgemäß merklich an.

Edmund und Christa Acker sind mit ihren Büchern aus Bad Orb gekommen. „Es ist so eine schöne Buchausstellung, aber schade, dass sie so wenig in den Ostkreis hineinstrahlt.“ Dass sich die Messe „gemausert und sehr gut entwickelt“ habe, befindet der Autor und Verleger Thomas Krüger. Er kommt seit Jahren aus Heiligenroth bei Montabaur im Westerwald und zählt damit schon zu den weiter Angereisten. „Die Atmosphäre ist angenehm.“

Schau ist klein aber fein

Gar nicht weit hat es dagegen Rosemarie Christiansen, die „Bücher für die Seele“ aus ihrem kleinen Ascona Verlag in Nidderau-Heldenbergen feilbietet und möglichst viele an ihrer „positiven Lebenseinstellung“ teilhaben lassen möchte.

Walter Sülberg aus dem Nachbarstädtchen Karben in der Wetterau ist stolz auf seine Neuheit, die er in seinem Morlant-Verlag herausgibt: Poetry Slam als Buch. „Und zwar Texte über Toleranz, Anerkennung, Respekt. Aktueller denn je. Poetry Slam hört man nur und vergisst sie dann. Ich halte sie fest.“ Auch jüdisches Leben und Biografien aus der Region sind passend zu den 70. Jahrestagen der Befreiung vom Naziterror auf den Büchertischen zu finden.

Bereits am Freitag zur Eröffnung waren rund 460 Zuschauer zum Kabarettabend mit Thomas Freitag gekommen. Julia Huneke setzt nämlich immer auch auf ein prominentes Zugpferd für die Bücherschau und verrät es auch schon fürs kommende Jahr: Der Schauspieler Rufus Beck sei bereits für eine Lesung gebucht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare