Rodenbach

Rodenbach: Schnellen Schrittes ins neue Jahr

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Der 45. Silvesterlauf des TVO findet am Dienstag statt. Dabei gibt es sechs Rennen von 625 Metern bis 10,25 Kilometer für alle Altersklassen.

Der sportliche Abschied vom endenen Jahr in Laufschuhen ist etwa in Bonn, Frankfurt, Zürich und São Paulo möglich - oder in Oberrodenbach, einem Ortsteil von Rodenbach. In dem Dorf wird der 45. Silvesterlauf ausgetragen. Laut Veranstalter hat sich der Lauf längst als einer der renommiertesten in Hessen etabliert. Mehr als 300 Teilnehmer rennen allein beim Hauptlauf über gut zehn Kilometer über die Ziellinie.

„Wir haben immer tolle Teilnehmer, bei uns herrscht eine familiäre Atmosspäre“, erklärt Organisationsleiter Michael Marquardt vom Turnverein 1887 Oberrodenbach (TVO), der den Lauf ausrichtet, zum Starterfeld zwischen 600 und 750 Personen. Sechs Läufe gibt es, angefangen mit der 625-Meter-Strecke für Kinder ab sieben Jahren. Der Nachwuchs drängt in beachtlichen Gruppen von gut 20 bis mehr als 30 Mädchen und Jungen. Das Gros kommt aus den umliegenden Ortschaften. Altenstadt, Urberach oder Dutenhofen bei Wetzlar tauchen auch auf der Starterliste auf. „Unsere Veranstaltung hat einen so guten Ruf, das bei den Erwachsenenläufen das Einzugsgebiet einen Radius von 100 Kilometern hat“, sagt Marquardt.

Organisation

Der Silvesterlaufwird vom TV Oberrodenbach ausgerichtet, Start ist am Naturfreundehaus. Die neu vermessene Strecke geht durch den Wald.

Nachmeldungund Startunterlagen ab 9.30 Uhr in der Südhanghalle.

Die Startgebührbeträgt je nach Lauf zwischen drei und acht Euro.

Infos unter www.turnverein-oberrodenbach.de

Je nach persönlichem Ehrgeiz kann die Strecke durch den Forst zu einer großen Herausforderung werden. Enge Kurven und Wege mit bis zu zehn Prozent Steigung zerren an Tempo und Kondition. Tröstlich, es geht an anderer Stelle auch wieder Mal bergab. Schneller als 33,06 Minuten wurden die 10,25 Kilometer noch nicht gelaufen. Und diese Bestmarke von Jörn Harland vom Laufwerk Gelnhausen ist mittlerweile zehn Jahre alt. Noch viel älter ist der Streckenrekord bei den Frauen. Veronica Ulrich von der LG Neu-Isenburg lief 2003 die 10,25 Kilometer in 37,56 Minuten.

Der Geburtsort des Rodenbacher Silvesterlaufs war ein Wirtshaus. Dort haben ein paar Leute vom Turnverein zusammengesessen und die Idee ausgebrütet. Welches inspirierendes Erlebnis damals der Auslöser war, kann Marquardt nicht sagen, er organisiert den Lauf erst sei sechs Jahren. 1974 fiel am 31. Dezember am Naturfreundehaus zum ersten Mal der Startschuss – bei einem überschaubaren Starterfeld von 17 Läufern. Immerhin fünf Jahre bevor Spiridon Frankfurt im Stadtwald begann, ebenfalls einen Silvesterlauf zu veranstalten, der zudem wie auch in diesem Jahr nicht immer am 31. Dezember ist.

Da hält der TVO an der namensverpflichtenden Tradition fest. Nur bei den Startzeiten gibt man sich in diesem Jahr erstmals flexibel. Der Hauptlauf und damit der letzte Wettbewerb beginnt eine halbe Stunde früher um 13.30 Uhr. „Die Vorverlegung ist gut angekommen“, sagt Marquardt. Mehr sei jedoch nicht drin, denn er könne die Strecke nicht vor 8 Uhr abfahren und den Zustand kontrollieren. Bereits drei Tage zuvor ist er im Forst dabei, die Strecke auszuschildern und Abzweigungen mit Flatterband zu sperren, die nicht zur Route gehören. Seit 1974 gab es nur eine Absage. „2012 lag so viel Schnee, dass die Unfallgefahr zu hoch war“, so Marquardt.

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