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Am Dienstag wurde der Neubau gefeiert, ab November wird im Spaz in offener Lernlandschaft unterrichtet.
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Am Dienstag wurde der Neubau gefeiert, ab November wird im Spaz in offener Lernlandschaft unterrichtet.

Eugen-Kaiser-Schule

Richtfest am "Spaz"

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Nach dem Richtfest am "Spaz" können im Winter voraussichtlich deutlich mehr Azubis an der Eugen-Kaiser-Schule (EKS) ausgebildet werden.

Voraussichtlich ab Winter kann die Zahl der Auszubildenden für Erzieherberufe an der Eugen-Kaiser-Schule (EKS) deutlich erhöht werden. Gestern ist Richtfest am Sozialpädagogischen Ausbildungszentrum (Spaz) gefeiert worden. Das Gebäude bildet die erste von drei Bauphasen an der Schuldependance in der Klein-Auheimer Fasaneriestraße. Der Neubau soll 3,5 Millionen Euro kosten. Die EKS gehört zum Zweckverband der Stadt Hanau und dem Kreis.

Die neuen Räumlichkeiten seien für innovative Methodik mit offenen Lernlandschaften konzipiert worden, sagte Schulleiterin Claudia Borowski. Sie sprach über den Neubau von einem „Meilenstein in der Erzieherausbildung an der Eugen-Kaiser-Schule“. Mit dem Ausbau des seit August 2013 bestehenden Spaz soll die Zahl der Schüler von derzeit 450 auf 650 hochschnellen. Für Borowski ist dies keine utopische Vorstellung. „Wir haben einen hohe Nachfrage und können nicht alle Anmeldungen berücksichtigen“, sagte sie. Den Erfolg erklärte Borowski mit dem Angebot „Kooperative Teilzeitausbildung“, das auf dem Dualen System in der Ausbildung basiert.

Praxisnahe Ausbildung

Im Vergleich zur konventionellen Ausbildung zum Erzieher, die insgesamt bis zur fünf Jahre dauert, kann der Abschluss mit dem neuen Angebot nach etwas mehr als drei Jahren gemacht werden. „Die Schülerinnen und Schüler sind zwei Tage in der Kita und drei Tage in der Schule“, sagte Borowski. Diese Ausbildung sei von einer großer Praxisorientierung geprägt. Ein weiterer Vorteil liege darin, dass diese Schüler wegen ihrer Anstellung bei einer Kindertagesstätte gleich etwas verdienen, in die Altersvorsorge einzahlten und sich nicht mit Aushilfsjobs finanziell übers Wasser halten müssten.

Die Duale Ausbildung für Erzieher funktioniere jedoch nur, wenn die Kitas mitmachen. Dies sei bei den städtischen und einigen kirchlichen Einrichtung sowie der Kita der Kathinka-Platzhoff-Stiftung der Fall.

Nicht nur bei der kooperativen Teilzeitausbildung beschreitet das Spaz modellhafte Wege. Der Unterricht im geschlossenen Klassenverbund wird um die offene Lernlandschaft ergänzt. Der Neubau sei für diese Art der Pädagogik geplant worden. Der zweigeschossige Bau wird pro Etage eine Lernlandschaft erhalten, wo in einem großen Raum vier Klassen zugange sind. Schüler können sich so auch zu anderen Gruppen setzen oder von ihnen hinzugeholt werden, erläuterte Borowski. „Es besteht damit die Möglichkeit, voneinander zu lernen.“

Der Hanauer Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel (SPD) erinnerte bei der Feier gestern an den langen Vorlauf für das Spaz. Rund fünf Jahre liege die Diskussion – unter anderem mit dem Kreis – zurück, wie die Ausbildung verbessert werden kann.

Für Spaz sei zunächst ein Raumprogramm aufgestellt worden, weil die Kapazität in der Hauptstelle an der Lortzingstraßen nicht ausreiche. Die Lösung fand sich mit der ehemaligen Grundschule in der Fasaneriestraße. Mit Bezug des nebenan stehenden Neubaus soll das gut 40 Jahre alte Schulhaus modernisiert und aufgestockt werden.

Viele Erzieher benötigt

Geplant und budgetiert ist auch ein dritter Bauabschnitt, ein Gegenstück zum jetzigen Neubau. Die Gesamtkosten werden sich auf 8,5 Millionen Euro belaufen. Kreissozialdezernent Matthias Zach (Grüne) sagte mit Blick auf die Ausgaben, der Beschluss sei in schwierigen Zeiten getroffen worden. Es handele sich aber um eine richtungweisende Entscheidung. Nach früheren Angaben benötigen die Kommunen im Kreis bis 2016 rund 540 Erzieher.

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