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Rehbein-Schule breitet sich aus

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Von: Pamela Dörhöfer

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Bauarbeiten an der Karl Rehbein Schule
Bauarbeiten an der Karl Rehbein Schule © Sascha Rheker/attenzione

Das Hanauer Gymnasium bezieht nach den Ferien zusätzliche Räume. Der Neubau der Mensa zieht sich aber noch hin.

Wenn Jürgen Scheuermann, Leiter der Karl-Rehbein-Schule, aus einem der großen Fenster auf den Schlossplatz blickt, stellt er sich einen „Campus“ mit Brunnen, Bäumen und Bänken anstelle parkender Autos vor. Einen öffentlichen Pausenhof, der die beiden Standorte des Gymnasiums, den Stammsitz am Schlosshof und das Gebäude der früheren Schlossplatzschule schräg gegenüber, verbindet.

Die idyllisch anmutenden Träume des Direktors sind bis jetzt noch Zukunftsmusik. Definitiv indes ist neben der laufenden Sanierung des Gymnasiums dessen Ausbreitung: Nach den Sommerferien wird die Karl-Rehbein-Schule zusätzliche Räume in der ehemaligen Schlossplatzschule beziehen und damit dann den gesamten Gebäudekomplex vereinnahmen. Bislang konnte das Gymnasium dort nur Dachgeschoss und Keller nutzen. Möglich wird die Expansion, weil die zuletzt ansässige Krankenpflegeschule in das ehemalige EAM-Gebäude an der Eugen-Kaiser-Straße zieht.

Klassen der Mittel- und Oberstufe sollen in den neuen Räumen unterkommen, sagt Scheuermann. Diesen dringend benötigten Platz geschaffen zu haben, ist nur eine von vielen Veränderungen, die das 1840 gegründete Gymnasium derzeit durchläuft: Nach den Sommerferien werden die Schüler auch die neuen naturwissenschaftlichen Räume in Besitz nehmen. Sie wurden nach modernsten Standards ausgestattet. So wird die übliche Sitzordnung um seitliche Experimentiertische bereichert, die Tafeln sind digital und funktionieren interaktiv – geben sich zugeklappt gleichwohl klassisch: „Links und rechts neben den Boards haben wir Kreidetafeln, da bin ich konventionell“, erklärt der Schulleiter.

Bis seine Schüler die neue Mensa und die neue Bibliothek nutzen können, wird es hingegen bis nächstes Jahr dauern, sagt Scheuermann; die Arbeiten ziehen sich einige Monate länger hin als gedacht. Beide kommen in einem Neubau zwischen Schulhof und Schlossgarten unter.

Wenn der moderne, in den oberen Geschossen farbig verglaste Kubus fertig ist, werden die bestehenden Gebäude saniert; was bitter nötig ist: Flure, Böden, Wände und Mobiliar tragen deutlich Spuren von Jahrzehnten. Mancher PVC-Belag stammt so sichtbar aus den Fünfzigern, dass es schon wieder Charme hat – bröckelnde Farbe und abgestoßene Kanten allerorten sind für den Schulleiter aber nur ein Ärgernis. Scheuermann geht davon aus, dass sämtliche Arbeiten 2013 abgeschlossen sind, rund 14 Millionen Euro werden dann in Sanierung und Neubau geflossen sein.

Schülerzahlen steigen

Lernen, während im Haus gebaut wird: Nicht ganz einfach, sagt der Direktor, aber zu bewerkstelligen, „auch ohne, dass wir Container aufstellen müssen“. Und gleichzeitig bewältigt das Gymnasium mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Musik und Sport auch noch einen stetigen Anstieg der Schülerzahlen: in den letzten fünf Jahren allein von rund 1000 auf aktuell 1700.

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